Jahrgangspräsentation und Wiedereröffnungsparty »

Jahrgangspraesentation 2009

Am ersten Septemberwochenende fand unsere erste Jahgangspräsentation und unsere Wiedereröffnungsparty statt. Das bunte Programm aus Eröffnungsmenü, Weinpräsentation, Seminaren, Konzert und Gartenparty hat viele Familienmitglieder, Freunde und Kunden ins Weingut nach Enkirch gelockt.

Wir bedanken uns bei Allen, die mit uns geschlemmt, gefeiert, uns geholfen haben, und die mit Ihrem Kommen Ihr Interesse an unserer Arbeit und unseren Weinen gezeigt haben.

Weinpräsentation der 2009er Immich-Batterieberg Rieslinge »

Weinpräsentation der 2009er Immich-Batterieberg Rieslinge

Freitag, 03. September 14:00 bis 19:00 Uhr im Weingut (Vinothek im Hof)

Samstag, 04. September 11:00 bis 19:00 Uhr im Weingut (Vinothek im Hof) mit kleinem Buffet

Grosses Eröffnungsmenü im Jugendstilhotel Bellevue in Traben-Trarbach

Freitag, 03. September, 20:00 Uhr

5 Gang-Menü mit begleitenden reifen und jungen Weinen des Weingutes Immich-Batterieberg und einer Auswahl spannender Weine und Sekte deutscher und französischer Kollegen.

(Insgesamt 12 Weine und ein Sekt)

Oenophile und gastrosophische Seminare und Proben

Samstag, 04. September

12 Uhr – Crustacés de Luxe – eine Ent- und Einführung in die Welt der edlen Krustentiere und Austern mit Mario Turco, der mit seiner Trierer Firma Les Deux die feinsten Häuser im Westen Deutschlands beliefert und der einen unterhaltsamen Einstieg – natürlich mit vielen Kostproben und passenden Weinen – in die Welt der bekannten und unbekannten, gepanzerten Meeresbewohner gibt.

14 Uhr – die Metamorphose der Milch – eine Entdeckungsreise und ein Einführungsseminar in die Welt der edlen Rohmilchkäse Frankreichs und der Eifel mit Thorsten Glöde, Hotel Hohenzollern, Ahrweiler, der sein Haus in den letzten Jahren zu einer der lohnensten Zieladressen für Freunde feinster, reifer Käse gemacht hat – passende Weine gibt es natürlich auch.

16 Uhr – Spur der Steine – eine oenologische Wanderung durch die feinsten Lagen Burgunds und eine Hommage an den Pinot Noir Wolfgang Kern, Wein-Kern, Aachen öffnet seinen Keller und führt mit seiner Auswahl reifer, sehr traditionell gemachter Burgunder durch die Pinot-Welt, mit einem besonderen Blick auf die Lagenunterschiede, dem Punkt an dem sich Burgund und die Mosel besonders nah sind.

Konzert und Wiedereröffnungsparty im Weingut Immich-Batterieberg

Samstag, 04. September, ab 20:00 Uhr

Jetzt ist schön – Konzert mit dem Michy Reincke Akustik Trio. Michy Reincke, begleitet von Stephan Gade und Mirko Michalzik, präsentiert das Programm seiner letzten CD Jetzt ist schön (2009) und die bekannten Stücke seiner ersten Band Felix de Luxe (Taxi nach Paris, Nächte übers Eis…).

Er singt und erzählt von den einfachen und komplizierteren Dingen des Lebens auf seine eigene, lebendige, sentimentale, humorvolle und kluge Art und entwirft ein Bild eines offenen und leidenschaftlichen Weges aus der Dunkelheit durchs Licht, von einer Ewigkeit in die nächste …

Nach dem Konzert wird weitergefeiert mit kleinem Buffet und den neuen Immich-Batterieberg Weinen.

Abgefüllt die Zweite »

Batterieberg proudly presents – den gesamten Jahrgang 2009.

Jetzt ist wirklich alles in der Flasche. Für den Winzer immer ein beruhigendes Gefühl, im Sinne eines Arbeitsabschlusses, aber auch eine beunruhigen Entgültigkeit – ab diesem Zeitpunkt steht alles fest, die Arbeit eines Jahres, eine flüssige Dokumentation aller Entscheidungen und aller äusseren Faktoren.

Mit diesen konnten wir auf jeden Fall sehr zufrieden sein, ein Lichtjahrgang, ausdrucksstark, der bei aller Reife immer erfrischend und hell bleibt – vom Einstieg bis zur großen Auslese.

Die Ergebnisse in der Flasche entwickeln sich auch sehr vielversprechend, hier ein erster, noch früher Versuch der Beschreibung:

Weine des Jahrgangs 2009

2009er C.A.I. Riesling

saftig, mineralisch, mit vibrierender Frische und viel Ausdruck, feinfruchtige, herbe Art, trotz deutlicher Nachhaltigkeit leicht wirkend. Unser „Einstiegsriesling“ – ein Kabinett ausschließlich aus feinsten Schiefersteillagen. Ist schon seit Mai gefüllt, demnach schon etwas entwickelt – wird auch schon knapp!

Ab dem ersten September erhältlich:

2009er Escheburg Riesling

cremig am Gaumen, mit tiefer Frucht, Aprikose, Ananas, differenziert, vielschichtig und lang, spannungsreich, braucht viel Zeit. Eine Selektion bester Parzellen unserer Enkircher Weinberge, alte Reben, extrem niedrige Erträge

Spitzenlagenrieslinge

sind die „weingewordene“ Interpretation, der Ausdruck der besten Parzellen innerhalb unserer Enkircher 1.Klasse-Lagen, ausschließlich wurzelechte Reben, mindestens 60 Jahre alt, maximaler Ertrag von 30 hl/ha, eine Auswahl der besten Fässer. Wir empfehlen diese Weine zu dekantieren.

2009er Steffensberg Riesling

kraftvoll-kompakte Art, fordernde Säure, steinig, tiefe Grapefruit, sehr lang, kompromisslos trocken, zeigt deutlich den metallischen Ausdruck der eisenhaltigsten der Enkircher Lagen

2009er Batterieberg Riesling

mächtig und vielfältig strukturiert präsentiert sich die Monopollage des Gutes, tiefe Mineralität, viel Kraft, Schmelz und edler Ausdruck, große Nachhaltigkeit, braucht viel Zeit und Luft

2009er Ellergrub Riesling

Feinfruchtigkeit und Helligkeit prägen diesen Riesling aus der steilsten Enkircher Lage mit dem feinsten Schieferboden. Hochdifferenzierte Frucht und zarte Eleganz in einem großen Wein

2009er Batterieberg Riesling Auslese

Edle Süße in einer feinen Botrytisselektion auf Beerenausleseniveau, sehr klar und ausdifferenziert, Kraft und Filigranität im Widerstreit, für Jahrzehnte

Riesling trifft Kohle im Rahmen von: A40 – Still-Leben Ruhrschnellweg »

www.weinkaiser.de, Ralf Kaiser, 20.07.2010

Im Rahmen der Ruhr 2010, also des Programms der Metropole Ruhr in ihrer Rolle als Europäische Kulturhauptstadt 2010, fand am Wochenende mit offiziell rund drei Millionen Besuchern eine der größten Tagesveranstaltungen aller Zeiten statt: A40 – Still-Leben Ruhrschnellweg.

Auf der auch Ruhrschnellweg genannten Autobahn A40 zwischen Duisburg und Dortmund (der meistbefahrenen Autobahn Europas) wurde in der Nacht zum Sonntag ein 60 Kilometer langer Tisch aus tausenden Biertichgarnituren aufgebaut, die für diesen Tag an Firmen, Organisationen und Privatleute vergeben/vermietet wurden.

Für das Weinforum Ruhrgebiet hat Uwe Bende drei solcher Tische erstanden und dort unter dem Titel Riesling trifft Kohle eine tolle Verkostung mit 30 zum Teil großartigen Rieslingen aus den letzten 50 Jahren organisiert.

Rund zwanzig Rieslingfreunde, darunter Weinblogger Thomas Günther von weinverkostungen.de, Wein-Historiker Peter Jakob (marcodatini.posterous.com) und Winzer Gernot Kollmann vom Enkircher (Mosel) Weingut Immich-Batterieberg.

Die Weine wurden von Uwe Bende zusammengetragen, unterstützt von Gernot Kollmann, der zwei Flaschen 1964er Riesling naturrein aus der Schatzkammer des von ihm vor kurzem übernommenen Weinguts Immich Batterieberg, sowie einen 2000er Van Volxem Scharzhofberger Riesling Kabinett, den er in seiner damaligen Rolle als Kellermeister von Van Volxem geschaffen hat und einen meiner Lieblingsweine: eine 2007er Winninger Röttgen Riesling Spätlese Alte Reben vom Weingut Reinhard und Beate Knebel, bei dem Gernot Kollmann in den letzten Jahren als Berater tätig war.

Unsere kleine VerkostungslisteTeil 1 – trocken:

  • Peter Jakob Kühn Oestricher Riesling (eine Traube) 2004
  • Heymann-Löwenstein Winninger Uhlen R 2001
  • Peter Jakob Kühn Quarzit Riesling trocken 2007
  • Koehler Ruprecht Kallstadter Saumagen R Riesling Auslese trocken 2001
  • Wittmann Westhofen Morstein weißer Riesling Spätlese trocken 1990
  • Kaßner-Simon Freinsheimer Oschelskopf Riesling Auslese trocken 1990
  • Toni Jost Martinsthaler Rödchen Riesling Kabinett trocken 1990
  • Cave Kientzheim Kayserberg Fürstentum Riesling Grand Cru 1995
  • Laible Durbacher Plauelrain SL Riesling Spätlese trocken 2001
  • Wittmann Westhofen Aulerde Riesling GG 2001
  • George Rüdesheim Berg Rottland Riesling trocken 2003
  • Klaus Peter Keller Riesling trocken von der Fels 2005

Die Weine waren allesamt in erstaunlich gutem Zustand, einzig die 1990er Morstein Spätlese trocken von Wittmann war durch einen undichten Korken etwas zu stark oxidiert, was aber wohl eindeutig ein Flaschenfehler war, denn mehrere Teilnehmer hatten diesen Wein noch vor kurzem in einwandfreiem Zustand verkostet.

Teil 2 – fruchtig:

  • Karl Schäfer Wachenheimer Gerümpel Riesling Spätlese 1958
  • Immich Batterieberg Riesling naturrein 1964
  • Schloss Schönborn Hochheimer Kirchenstück Riesling Spätlese 1971
  • Staatsweingüter Kloster Eberbach Kiedricher Gräfenberg Riesling Spätlese Cabinet Versteigerungswein 1966
  • Bichöfliches Priesertseminar Kanzemer Altenberg Riesling Spätlese 1982
  • Langwerth von Simmern Hattenheimer Nussbrunnen Riesling Spätlese 1989
  • Staatsweingüter Niederhausen-Schlossböckelheim Altenbamberger Rotenberg Riesling Spätlese 1988
  • Knebel Winninger Röttgen Riesling Spätlese Alte Reben 2007
  • Weiser Künstler Trabener Gaispfad Riesling Spätlese 2007
  • Van Volxem Scharzhofberger Riesling Kabinett 2000
  • Bremer Ratskeller Erdener Treppchen Riesling Spätlese feinherb 2008
  • Reichsrat von Buhl Forster Kirchenstück Riesling Spätlese 1999
  • Markus Molitor Zeltinger Sonnenuhr Riesling Spätlese 2001
  • Joh.Jos. Prüm Graacher Himmelreich Riesling Auslese 2002
  • Kathäuserhof Eitelsbacher Kathäuserhofberg Riesling Spätlese 2003

Immich-Batterieberg – ein Traditionsgut meldet sich beeindruckend zurück »

Bericht unter marcodatini.posterous.com von Peter Jakob.

Ein Traditionsweingut, das langsam nur noch ein Schatten seiner selbst wurde, hat neue Besitzer und einen neuen Verantwortlichen. Das Weingut Immich-Batterieberg aus Enkirch an der Mosel steht seit 2009 unter der Leitung von Gernot Kollmann, der u.a. bereits für die Bischöflichen Weingüter Trier arbeitete und Roman Niewodniczanski beim Wiederaufbau des Weinguts Van Volxem unterstützte. Das Weingut, im 19. Jahrhundert von Carl August Immich gegründet, erhielt seinen Beinamen „Batterieberg“, da Immich mit Sprengladungen einen Weinberg mit bester Ausrichtung bezüglich Hangneigung und Sonnenausrichtung schuf.

Es wurden damals nur Rieslingreben angepflanzt, die noch immer in Einzelpfahlerziehung kultiviert werden. Die Rebstöcke sind heute durchschnittlich 60 Jahre alt und in weiten Teilen noch wurzelecht. Beim Ausbau nutzt Gernot Kollmann keine Reinzuchthefen, sondern setzt auf Spontanvergärung.

2009 ist der erste Jahrgang unter der Leitung von Gernot Kollmann. Bisher wurde der 2009er Kabinett gefüllt und es bot sich heute die Möglichkeit, diesen Wein zu verkosten. Zunächst muss man, bevor man sich mit dem Wein an sich näher auseinandersetzt, das Etikett würdigen. Die Einbindung des klassischen Etiketts in einen modernen Rahmen überzeugt und ist eine angenehme Abwechslung im deutschen Etikettenalltag. Ein schöner und gelungener Mittelweg aus Tradition und Moderne.

Zum Wein:

Im Glas präsentiert sich der 2009er Riesling Kabinett Immich-Batterieberg irgendwo zwischen Zitronen- und blassem Goldgelb. In der Nase eine komplexe, ausgeprägte Vielschichtigkeit, schon hier merkt man die Spontanvergärung. Kein Aroma ist vordergründig ausgebaut. Es findet sich weißer Weinbergspfirsich, Limetten- und süße Grapefruitaromen, nasser Stein und pflanzliche Noten, die an frische Gräser erinnern.

Der Riesling Kabinett hat einen vollen Körper und eine frische und hohe Säure, die aber sehr harmonisch eingebunden ist. Sie wirkt besonders dadurch sehr animierend, dass der Wein während der Gärung steckenblieb und mit um die 11 Vol% Alkohol restsüß ist. Diese Restsüße wird sowohl von der Säure als auch von seiner Aromatik fast verschleiert. Zitrus- und Steinobstnoten sind die primären Fruchtaromen. Außerdem findet sich in dem Wein eine ausgeprägte Mineralik und ein leichter Bitterton, der aber nicht unangenehm ist. Dies sorgt für ein bereits jetzt schon sehr harmonisches Geschmacksbild. Doch braucht dieser Wein natürlich noch etwas Zeit, um sich komplett auszubalancieren.

Für einen Kabinett Riesling beeindruckt auch die Fülle des Körpers. Auf jeden Fall ein Wein und ein Weingut die Beachtung verdienen. Die weiteren Rieslinge von Immich-Batterieberg werde ich mit Spannung erwarten – da kann sich eine überraschung an der Mosel anbahnen.

Abgefüllt! »

Immer ein aufregender Moment im Jahreskreis eines Weingutes – die Füllung der ersten Weine. Wird hier doch die gesamte Arbeit eines Jahres dauerhaft dokumentiert und alle Entscheidungen vom Weinberg, über die Kellerarbeit bis zur Cuvéebildung unveränderlich festgehalten.

Abfüllung 1

In diesem Jahr von uns natürlich mit besonderer Spannung – und einigen unruhigen Nächten – erwartet. In einem neuen Betrieb, mit unbekanntem Kellerklima und Weinbergslagen von denen man zwar eine Idee entwickelt, mit denen man aber noch nicht gearbeitet hat und einer eigenen, hohen Erwartungshaltung, ist die Neugierde auf die ersten Weine besonders hoch.

Gefüllt haben wir unseren C.A.I. Riesling (steht für Carl August Immich, und ist eine Homage an den Erschaffer des Batterieberges), der sich schon jetzt kraftvoll, mit einer feinen, reifen und eleganten Säure, recht exotischer Frucht und trockenem Finish präsentiert.

Dazu kam noch der Wein einer kleinen Spätburgunderparzelle – eher Hobby (nur 500 L) – den wir in diesem Jahr als Rosé ausgebaut haben – sehr kraftvoll mit einer interessanten Aromatik von reifen Pflaumen und etwas gerösteten Mandeln.

Abfüllung 2

Der dritte Wein, eine Batterieberg Riesling Auslese, wird erst ab September vermarktet und präsentiert sich im Moment hochkonzentriert (mit Beerenauslesetextur) mit sehr elganter, fordernder Säure und komplexer Frucht- und Kräuteraromatik.

Der C.A.I Riesling und der Spätburgunder Rosé können ab sofort bei uns bezogen werden, beide kosten 9 € (ab 12 Flaschen frei Haus).

Die anderen Einzellagenweine werden erst im August abgefüllt und stehen ab dem 1. September zur Verfügung.

Ein Neuzugang – Enkircher Zeppwingert die Zweite »

Zeppwingert

Wir freuen uns über Zuwachs! Zu unserem Spitzenlagenteam aus Batterieberg, Ellergrub, Zeppwingert und Steffensberg konnten wir noch eine weitere Parzelle Zeppwingertdauerhaft verpflichten. Mit 2/3 ha deckt sie die gesamte Flanke an der rechten Seite des Batteriebergs ab und ist ausschließlich mit wurzelechten Rieslingreben bestockt. Die Weine des Vorbesitzers aus dieser Parzelle lassen auf jeden Fall Großes erhoffen.

Ein weiterer für uns spannender Aspekt ist der verbesserte Zugang zu den darüberliegenden brachgefallenen Terrassen, die wir in den nächsten Jahren Stück für Stück wieder rekultivieren können, um eine komplett arondierte Einheit Batterieberg-Zeppwingert zu schaffen und so unseren Beitrag zur vollständigen Erhaltung des sogenannten „Starkenburger Hangs“ mit seinen vielfältigen, ausdrucksstarken, aber auch extrem steilen Einzelparzellen zu leisten. Wir freuen uns auf die Weine.

Wir wünschen frohe Ostertage!

Probe grosser Rhoneweine des Jahrgangs 1995 »

Ein Dank geht erst mal an Lars Carlberg, der uns diese Probe freundlicherweise aus seinem Privatkeller gestiftet hat – viele der Weine sind ja kaum noch zu bekommen und teilweise exorbitant teuer geworden. So profitieren wir davon, daß die Rhone, neben der Mosel, seine zweite Leidenschaft ist und er diese Weine nicht verfrüht und, noch schlimmer, ohne uns getrunken hat.

In Vorfreude auf einen sehr guten Jahrgang, eher klassische Ausbaustile (mit wenig bis keinem neuen Holz) und ausreichend Käse und Wildschwein haben wir uns im Batterieberg zusammengefunden.

Zu den Weinen. Zum Warmlaufen.

1995er Hermitage blanc, Chave

Rhone-Weiß gehört wirklich nicht zu meinen großen Leidenschaften, aber hier muss ich wirklich zugestehen, dieser Wein ist enorm komplex und mineralisch, am Anfang schon recht nussig, etwas Akazienhonig, schöne Würze, gewinnt immer mehr an Tiefe und Ausdruck. Besonders nach der Rotweinprobe mit 3h Luft zeigt dieser Wein, daß er zur ersten Liga gehört.

Die Roten

1995er Cornas, Auguste Clape

leider Kork, ich habe eine recht aktuelle, gute Beschreibung im Netz gefunden, so daß der Wein doch noch zu Ehren kommt:

Chris Kissack via www.thewinedoctor.com:

„In view of these thoughts and comments I thought I should take a look at this wine, the 1995 Cornas from Auguste Clape. Contrary to Robinson’s opinion, Rhone guru John Livingstone-Learmonth seems to rate the estate very highly, and finds this wine to have particular appeal, citing a ‚drink by‘ date of 2020-2025, so this is a very early look at this wine. It has a fine dark colour, a vibrant yet deep red core, fading a little at the edges, but not showing a hint of bricky age, merely a softening of its original dark hue. The nose is a little reticent, but carries a lot of reserved fruit, with a very stony and mineral character, plus a little ash, plum skin and cherry skin too. It is loaded with character but not in a plump, flattering or fleshy manner, it has more of a savage, brooding style. A lovely weight on entry, very firm and well knit together, with firm tannins at the finish coated in more ash. A sinewy texture, hard-nosed but not mean or wiry. In fact it remains rather austere in a way. A good length too, with a little cigar here. This is full of promise. With a little more time it opens out and broadens through the midpalate, and softens by just the faintest touch to coat the palate, but it never really relaxes in the mouth. This is a wine of gravitas which needs another five years, if not another ten. I am very glad this is my first bottle, and not my last. 18.5+/20(28/1/08) …“

Als Korkersatz ein Pirat (sowohl Jahrgang, als auch Herkunft).

1996er Faugères „Jadis“, Leon Barral

Kraftvoll, mit gut integriertem Holz und schöner Sruktur wäre dieser Wein ein Star vieler Proben – gäbe es nicht die Konkurenz. Im Vergleich zu den besten Herkünften der Rhone ohne Chance, bleibt etwas einfach, ohne die mehrdimensionale Tiefe eines Spitzenweines.

Zurück zur Rhone

1995er Chateauneuf-du-Pape, Chateau Rayas

Sehr klassische Art, Amarenakirschen, große Tiefe und Struktur, dabei trotzdem fein und ausgewogen, den mächtigen Körper gut tragend, für mich einer der grossen Vier der Probe.

1995er Hermitage, Chave

Große Feinheit und Eleganz, gleichzeitig geschliffen und wild, feinste Tanninstruktur der Runde, rotes Fleisch, toll, großer Wein!

1995er Trévallon, Provence

Differenzierte Frucht, Feinheit, Festigkeit, fehlt etwas die edle Art, Cabernet kommt etwas kratzig, reicht nicht an die Feinheit der Top-Bordeaux und an die Tiefe der besten Rhone dieser Runde.

1995er Chateauneuf-du-Pape, Chateau de Beaucastel

Feine Säure, recht differenziert, gute Balance, aber es fehlt ein wenig an Tiefe und Ausdruck, nur gute Mittelklasse.

1995er Chateauneuf-du-Pape, Le Vieux Donjon

Marzipan, rund und Tief, recht Komplett wirkend, die Hitzigkeit macht ihn etwas zu derb, guter Essensbegleiter.

1995er Chateauneuf-du-Pape „Réserve des Célestins“, Henri Bonneau

Tolle Struktur und Dichte, für die Wucht noch recht elegant, sehr jung, vielschichtig und lang, sehr guter Wein.

1995er Chateauneuf-du-Pape „Cuvée Laurence“, Domaine de Pegau

Streichholz, Fleisch, für Pegau recht elegante Frucht, trotzdem noch der Rest Wildheit die wir uns von diesem Weingut wünschen (wir warten aufs Wildschwein), sehr gut!

1998er(!) Chateauneuf-du-Pape „La Crau“, Vieux Télégraphe

Tiefer Kaffe, Süße, wirkt etwas moderner / fruchtbetonter als die 1995er, sehr guter , vielschichtiger Wein aus toller Lage, wird etwas durch die Hitzigkeit eingebremst, sehr jung.

… endlich Schwein und Käse, mit gereiften Moselweine wieder wach trinken, in die Tiefen der Weinbaupolitik eintauchen, die Argumente gewinnen an Tiefe, Schärfe, fast schwebend, 3 Uhr …

Danke Lars!

3. Probe reifer trockener Moselweine im Weingut Immich-Batterieberg »

Im Rahmen unserer Probenreihe mit trockenen, gereiften Moselrieslingen (und einigen Piraten) stand diesmal das Thema trockene und feuchte Jahre am Beispiel von Paarungen aus 2001/2002 und 1990/1992 an.

Dazu erst mal ein Auszug aus dem Einladungstext von Joachim Krieger:

„… TROCKEN-PROBE III – Trockenes oder feuchtes Klima“ statt 4 Runden mit 4 Jahrgängen und jeweils vier Weinen, 2X zwei Vierer-Runden unter der Fragestellung „Traumhafter Ideal-Jahrgang mit leichtem Trocken-Streß“ im Vergleich mit „sehr gutem saftigen Jahrgang ganz ohne Trocken-Streß“

Es ist unstrittig, daß die 2001er von guten Betrieben oft absolut brillant sind im restsüßen Bereich, mit unsterblicher Finesse. Der wasserreiche 2002er mit seiner Saftigkeit war gegenüber dem so bestechenden hochgelobten 2001er schnell im Ruf-Hintertreffen.

Im trockenen und feinherben Bereich ist die Sache aber nicht so eindeutig, da kann beim 2001er die lagenbedingte phasenweise Trockenheit schon einmal etwas auf die Lebendigkeit und Frucht und Entwicklungsfähigkeit schlagen. Saftigere Böden wie in Piesport können hier trockeneren Böden wie in Zeltingen überlegen sein. Theo Haart’s Piesporter z.B. im Vergleich zu Molitor ? Und was sagen Milchsäurereißer wie van Volxem und Löwenstein dazu? Und eben die 2002er? Ich mische bewusst in die zwei Gruppen 2001er einige 2002er hinein. Sind feuchtere Jahre nicht im trockenen Geschmacksbereich, wo Extrakt und Mineral mehr zählen, nicht manchmal von Vorteil?

Dasselbe Spiel mit zwei Gruppen á 4 Weinen mache ich dann anschließend mit 1990 und 1992, der traumhafte 90er mit sienen gesunden Trauben gegen den feuchteren und manchmal botrytisgeladenen 1992er, der aber trotzdem und fraglos mit ganz tollen Einzelbeispielen alles überraschen und übertreffen kann, eine ebenso rätselhafte und spannende Geschichte wie s.o., wo dann außerdem noch ein 94er versteckt sein wird als Musterbeispiel eines grossen jahrganges mit grosser Trockenheit.

Pikant ist die ganze Fragestellung zusätzlich, weil 2002 und 1992 auch deutlich mengenreicher waren – wo sind hier die Grenzen …“

Zusammenfassunge der Probenergebnisse

In den ersten zwei Runden, die sich mit den 2001ern/2002ern beschäftigt haben war die Jahrgangszuordnung extrem schwierig und auch routinierte Probierer haben hier viel danebengelegen (ich auch mehrfach), so daß (gerade auch im Vergleich zur zweiten Gruppe) deutlich wurde, daß die individuellen Bedingungen im Weingut und die Stile der Betriebe oft prägender waren als der Jahrgang. Die Situation Anfang der 00er-Jahre zeigt eine stlistisch viel grössere Bandbreite (Hefelager, Schwefelverwendung, Biologischer Säureabbau, Abfüllzeitpunkt…) zwischen den Betrieben als es Anfang der 90er der Fall war (alle Weine recht zügig vergoren, früh geschwefelt…) – ohne daß man zu einer Aussage kommen könnte, was die „richtige“ Arbeitweise für die Mosel wäre, da sich Weine aus allen Stilwelten im oberen und unteren Bereich platziert haben.

In den 90er/92er-Runden war die Jahrgangszuordnung recht leicht, was vor allem an der brillanten, strahlenden Säurestruktur der 90er liegt, die immer leicht erkennbar war. Die 92er haben sich recht gut gezeigt und haben ihre leichte „Stumpfheit“, die sie in Proben der vergangenen Jahre manchmal gezeigt haben, langsam überwunden. Auch ein Reifedefizit gegenüber den brühmteren 90ern war nur noch in Einzelfällen wahrnehmbar (man muss natürlich zugeben, daß die einzelnen Weine schon wegen der hohen Einzelqualität innerhalb des Jahrgangs zurückgelegt wurden – nochmal Danke an Joachim Krieger!).

Herausragende Weine der Probe

2001er Piesporter Goldtröpfchen, Wg. Rheinhold Haart

Rauchige Noten, Steichholzköpfchen, sehr mineralisch und komplex, sehr lang, für mich der beste Wein der Probe!

Danach auf etwa einem Niveau:

2002er Wiltinger Klosterberg „Millichberg“, Van Volxem

Mit sehr durchgängiger Struktur, feingliedrig, spannungsreich, vielschichtig und noch sehr jung.

2002er Winninger Uhlen „Laubach“, Heymann-Löwenstein

Tief und würzig, recht wild, cremig, baute im Glas immer mehr auf.

Danach, auch auf sehr hohem Niveau:

2002er Piesporter Goldtröpfchen Riesling Spätlese trocken

Recht kräuterig und elegant und ein extrem spannender 2002er Niedermenninger Herrenberg, Riesling Kabinett trocken, Markus Molitor mit wachrüttelndem Säurebiss.

In der älteren Runde gefielen mir vor allem:

1992er Trittenheimer Apotheke Spätlese halbtrocken, Ernst Clüsserath

Saftig, salzig, Karamell und schöner Nachhall.

1992er Palais Kesselstatt

Mit viel Struktur, Ausdruck und guter Länge, ein tolles Lagencuvee.

Dazu zwei Piraten:

1992er Schloss Johannisberg Spätlese trocken

Ziehend, mieneralische Struktur, wirkt fast kalkig, sehr lang, aber etwas gröber als die Mosellaner.

1994er Graacher Himmelreich Spätlese halbtrocken, Markus Molitor

Mit toller Aromatik, grosser Eleganz und noch viel Zukunft.

Auf jeden Fall wieder eine interessante und aufschlussreiche Probe mit 17 engagierten und diskussionsfreudigen Teilnehmern.

Wenn Sie gerne zu unseren Probenrunden eingeladen werden würden, können Sie sich unter editionkrieger@gmx.de in den Verteiler setzen lassen.

Weiterer Bericht auf moselwinemerchant.com »

Bericht via www.moselwinemerchant.com

In late December, I was invited to an impressive back-vintage tasting of diverse Mosel Riesling at Weingut Günther Steinmetz in Brauneberg. Because I foolishly discarded my scribbled notes, I cannot recall all the fine details of the event, but here’s what I did remember:

After all the bottles had been carefully uncorked and lined up, we began with two 1971s, a highly sought-after vintage (and my birth year!), and worked back through the decades to a 1921 Piesporter. Several of the wines, including a 1971 Graacher Himmelreich (Bergweiler-Prüm), 1952 Brauneberger Juffer-Sonnenuhr (Ferdinand Haag), and several Wehlener (1940 Lay, 1938 Rosenberg, and 1937), were sourced from a cellar in Mülheim. The Steinmetzes had vintages from the early sixties and late fifties on hand. And Gernot Kollmann, who now runs Immich-Batterieberg, had brought six different vintages directly from the estate’s cellar in Enkirch.

The 1971 Graacher was oxidized, but the ’71 Enkircher Ellergrub from Immich was in fine form with surprisingly bright acidity. We followed these two with a 1967 Eitelsbacher Karthäuserhofberger Sang Spätlese, which was unfortunately showing oxidation as well. In the 1960s Weingut Karthäuserhof had some remarkable bottlings known for their warmth and generosity, not the terms most often associated with the estate’s wines today, but sadly we couldn’t get a good look at the wine through the oxidation here. (For a period of time up until the mid 1980s, Karthäuserhof had bottled their wines from the iron-rich Karthäuserhofberg according to five former place-names: Burgberg, Kronenberg, Orthsberg, Sang, and Stirn.)

Although there was an occasional off-putting bottle or wines simply past their prime, the tasting revealed some real gems. Stefan Steinmetz’s father, Günther, who joined us for the occasion, made his first wine as a 17-year-old in 1958. And we were fortunate to taste a bottle from this vintage: a 1958 Brauneberger Mandelgraben naturrein from Willi Steinmetz. (On old labels naturrein means literally „naturally pure,‘ and was the pre-1971 Wine Law term for a non-chaptalized wine before today’s Prädikat system, which had created Kabinett to go along with Spätlese, Auslese, and so forth. Willi Steinmetz was the former name of Weingut Günther Steinmetz.). In those early years, until the sterile filter became readily available to more small growers, he produced mostly dry Riesling. In addition to the ’58 Mandelgraben, we were treated to his ’59 Brauneberger Hasenläufer Auslese and a ’60 Brauneberger Juffer naturrein. All three were still exquisite and vibrant. One of my favorites was the 1960 Juffer, which had less than 2 grams per liter residual sugar. It was an absolutely stunning bottle of Mosel Riesling, especially from a „lesser‘ vintage.

Among the other highlights was a ’64 Enkircher Batterieberg Auslese from Immich-Batterieberg. As with the 1953 Ellergrub (no Prädikat), both had been recorked at the domaine, which surely made them taste differently and younger than had they not been recorked. On the other hand, the oldest vintages-1949 and 1938 Batterieberg-still had original corks and were strikingly youthful, an incredible sign of just how long Mosel Riesling can age.