Cool Labels 9: Weingut Immich-Batterieberg »

Bericht unter www.nikos-weinwelten.de von Nikolas Rechenberg.

Die Renaissance des Weingutes Immich-Batterieberg

Zwei Geschäftsfreunde aus Hamburg übernahmen 2009 Immich-Batterieberg mit seinen mittelalterlichen Gebäuden und den spektakulären Steillagen und möbeln seitdem das vorher heruntergewirtschaftete Gut wieder auf.

Gernot Kollmann (vorher Van Volxem und Knebel) ist seitdem neuer Kellermeister. Er macht wieder fantastische Weine und knüpft an legendäre Zeiten auf Immich-Batterieberg an.

Natürlich wurde auch das Label mit den beiden Engelein sanft aber stilvoll relaunched. Die Weine machen Spaß, sind eine überzeugende Stil-Mischung aus Knebel und JJ Prüm.

Der Riesling Kabinett C.A.I. 2009 ist ungeheuer animierend, ja geradezu bezaubernd und tanzend. Enorme Zartheit, Kühle und Mineralik ohne Ende zeichnen ihn aus. Spaßfaktor 10.

Man merkt sofort, dass Kollman hier wieder richtig was reißen will. Auch die Rieslinge 2009 aus Steffensberg und Ellergrub präsentieren sich prachtvoll, erinnern ein wenig an JJ Prüm und lassen hoffen, dass Immich-Batterieberg wieder eine große Zukunft hat.

Eine Renaissance, die ihren Namen verdient und ein richtungsweisender Riesling für die Mosel. Manfred Klimek hatte den Kabinett und Kollmann ebenfalls über den grünen Klee gelobt („er wird den deutschen Riesling maßgeblich verändern“) – schade, dass Klimek nicht mehr Captain auf dem Schiff ist.

Kawumm vom Berg. Und Riesling aus 2009 »

Bericht unter www.captaincork.com von Manfred Klimek.

Warum soll Maat Mally heute nicht überstunden machen und die Mosel talwärts rudern? Da macht er Halt bei Gernot Kollmann und kostet die letzten Rieslinge aus dem Jahr 2009. Zuschlagen!

Es war Flaute. Das machte nichts. Ich bewegte mich flussabwärts. Die Mosel hinab. Auf den Spuren des Captains. Er ist ein guter Kapitän, der seiner Mannschaft sein Wissen um den guten Rebensaft erzählt und ein gutes Gespür beweist. Ein Gespür für Talente und Newcomer. Und damit meine ich nicht mich. Der Captain schrieb als einer der ersten über Gernot Kollmann und über das Weingut Immich Batterieberg, wo Kollmann seit 2009 für die Jahrgänge Verantwortung trägt. Hier gibt es nur Riesling. In allen Lagen. In allen Kategorien.

Dass hier ein erfahrener Weinmacher am Werk ist, einer, der die Kunst der Spontanvergärung perfekt beherrscht, das erkennt man in jenem Moment, in dem man das Glas zur Nase führt. Was für ein Geruch!

Hedonismus einer anderen Dimension

Hier beginnt Hedonismus einer anderen Dimension. Wollen Sie auf Batterieberg vorstellig werden? Schnallen Sie sich bitte gut an, denn bei Kollmann nimmt man als Copilot eines Kunstfliegers Platz.

Das Weingut? Sieht unbedeutend aus. Kein Betonchateau, keine coole Architektur. Ein kleiner Innenhof, etwas Platzmangel. Sicher nicht der Ort (so denkt man), an dem große Weine entstehen. Doch falsch. Denn Kollmann profiliert sich nicht mit schlechter und uniformer Architektur.

Eröffnend servierte uns Kollmann seinen Einstiegsriesling – ein klassischer Riesling, wie er besser nicht sein könnte. Saftig, vibrierend toll. Aber das erzählte uns bereits der Captain.

Steffensberg schmerzt

Darauf folgte der Riesling Steffensberg. Ein Wein, den ich besonders hervorheben möchte, weil er fast schmerzt. So trocken, wie er ist. Ein guter, fast erotischer Schmerz, der den größten Romantiker in einen nach Bestrafung lechzenden Masochisten verwandelt.

Der Steffensberg ist im Holzfass vergoren und wurde anschließend in fünf alten Barriques ausgebaut. Der Wein ist stark von der Lage geprägt, die massiv eisenhaltig ist. Ein Unikat mit einer deutlichen Frucht nach Steinobst, danach Golden-Delicious-äpfel. Mit mehr Luft noch Kräuter, Koriander und Dill. Genial und noch jugendlich verhalten mit einem Hauch von Holzwürze.

Batterieberg braucht

Der Riesling Batterieberg wird erst mit viel Luft zugänglich. Meiner wurde gerade frisch geöffnet. Da heißt es warten. Und es beginnt, wie großer Wein beginnen soll: sehr reduktiv. Und das ist gut so.

Große Weine dürfen nach dem öffnen auch mal übel riechen. Der Batterieberg riecht sofort übel: Zeichen und Zeuge der spontanen Vergärung. Und wieder ein wichtiger Beweis für Reifepotenzial.

Doch dann öffnet sich der Batterieberg. Ich hab’s erlebt. Und dann zeigt er viel Kraft und Mineralität. Erhaben mit einer (blödes Wort) betörenden Rieslingsfrucht, die viel Grapefruit, Weingartenpfirsich und ätherische Thymiannoten mitbringt. Am Gaumen (noch mal das blöde Wort) betörend fruchtsüß mit salzigem Nachhall. Ein Garant für 20 Jahre pures Trinkvergnügen. Da spricht schon die Reduktivität für.

Ellergrub ewig

Am Schluss noch die Ellergrub: Rosenblüten mit Pfirsich, nur helle Früchte kombiniert mit Heilkräutern und Salbei. Dazu auch Tannenzapfen und reife Orangen. Ein (zum dritten Mal das blöde Wort) betörender Hauch von Ewigkeit. Ein extremer Wein, bei dem alles ausgereizt wurde. Dazu eine feine, fast kitzelnde Säure. Aber auch heftig cremig und gigantisch im Nachhall. Hier fehlt es an nichts und nichts ist zu viel.

P.S.: Kollmanns Reben wurzeln in Schiefersteillagen. Einige Rebstöcke aus den Lagen sind wurzelecht. Das heißt, sie überstanden die Reblauskatastrophe in Europa. Wurzelechte Weine sterben aus, da ein EU-Gesetz aus vorbeugenden Gründen das Auspflanzen von unveredelten Rebstöcken verbietet. Das macht Kollmanns Weine zu den letzten ihrer Art.

Sehr gute Schildknecht/Parker-Bewertung im ersten Jahrgang »

Wir freuen uns über die sehr gute Schildknecht/Parker-Bewertung gleich mit unserem ersten Jahrgang.

David Schildknecht via www.erobertparker.com:

Few German wine lovers or even wine growers under the age of 45 are likely to know much about the family-run estate once officially know as Carl August Immich-Batterieberg, even though it farmed one of the traditionally highest-taxed and highest-rated concentrations of vineyards on the Mosel; boasted a history not to mention labels as colorful as any in Germany; and was guided in its final generation by a soft-spoken gentleman who rendered some of the finest exemplars of – and offered some of the most profound insights into – Riesling of any I have been privileged to imbibe.

To go by the recent, lavishly-produced, multi-authored Weinatlas Deutschland, the stretch of vineyards once managed by Immich is scarcely worth mentioning. At one place along this sheer, once-celebrated expanse of blue and red slates the Prussian demolitions expert for whom the estate was named blasted apart what became known – if at first mockingly – as the „Batterieberg.‘

The circumstances surrounding Georg Immich’s 1989 sale of his family’s estate and its subsequent fate make for a tale of personal betrayal, divorce, decline, and criminal deceit too intricate and sensitive – perhaps too sorrowful – and certainly too long for retelling on the present occasion. And besides, the welcome news last year that oenologist Gernot Kollmann and two friends had purchased the by then prostrate estate has now been followed by an astonishingly successful inaugural range of 2009s under the newly-simplified estate name „Immich-Batterieberg,‘ and if you-re entirely ignorant of history or local terroir (as, apparently, are even some self-styled experts) these new wines will tell you everything essential.

Kollmann (who will continue to closely advise the Knebel estate in Winningen) would love to have vinified his new wines in fuder, but the few that remained in his cavernous facilities were unusable, and the approach he took out of expediency – tanks supplemented by seasoned barriques – succeeded far beyond my skeptical imagination. Halbtrocken and trocken Rieslings from Georg Immich’s cellar often remained fresh as well as riveting for 20 or more years, but I have remained very conservative in my projections for this latest collection, since there is no track record under the current regimen.

The estate’s acreage in Enkircher Zeppwingert has been replanted, and following some re-acquisitions this year, total holdings under the new owners correspond closely to those formerly associated with the Immich estate, minus the portion of Ellergrub that is farmed by Weiser-Kunstler under an arrangement with Georg Immich’s widow, and has been described in my recent reports on that young estate. (Incidentally, Terry Theise imported Georg Immich’s Rieslings during his latter years as proprietor.)

Mosel Wine Merchant Trier, Germany (various importers); tel. (413) 429-6176; +49 (0) 651 14551 38

2009 Immich-Batterieberg Enkircher Batterieberg Riesling

A Riesling Dry White Table wine from Batterieberg, Enkrich, Middle Mosel, Mosel Saar Ruwer, Germany.
Review by David Schildknecht eRobertParker.com
# 192 (Dec 2010)
Rating: 93
Cost: $52

The -new Immich- 2009 Enkircher Batterieberg Riesling – half of which was brought-up in older barrique – saturates the senses with Bartlett pear, fresh lime, and tartly-edged Maine blueberry wreathed in heliotrope and honeysuckle. Silken-textured and suggestively creamy; caressing, yet lively; palpably extract-rich yet practically delicate (at 12% alcohol) this veritably wafts into its long, luscious, minerally shimmering finish. Plan on following bottles for at least a decade but don’t be surprised it the wine proves a good deal more resilient than that.

2009 Immich-Batterieberg Enkircher Batterieberg Riesling Auslese

A Riesling Sweet White Dessert wine from Batterieberg, Enkrich, Middle Mosel, Mosel Saar Ruwer, Germany Review by David Schildknecht eRobertParker.com
# 192 (Dec 2010)
Rating: 94

Picked over several of the ten principle days of harvest here October 20-29, the Immich-Batterieberg 2009 Enkircher Batterieberg Riesling Auslese exudes lemon, pear, and quince in fresh and preserved forms, offering a striking counterpoint of creaminess of texture and honeyed gloss with citric brightness. Even at 9.5% alcohol, 100 grams of residual sugar were left behind (no, former proprietor Georg Immich would not recognize this, not even as a Beerenauslese!) an amazing balance is achieved, along with considerable sense of invigoration. -That energy and clarity are what led me to bottle this as Auslese,- rather than B.A. explains Gernot Kollmann. Impingement of pear skin and crystallized ginger as well as hints of wet stone all add to the fascination of this buoyant wine as it soars to a saliva-inducing, spirit-lifting finish. I expect it will be worth following for at least 30 years. What a return the Batterieberg has staged in its new incarnation!

2009 Immich-Batterieberg Enkircher Ellergrub Riesling

A Riesling Dry White Table wine from Ellergrub, Enkrich, Middle Mosel, Mosel Saar Ruwer, Germany Review by David Schildknecht eRobertParker.com
# 192 (Dec 2010)
Rating: 94
Cost: $52

From the site with Immich-Batterieberg’s highest proportion of old, ungrafted vines, their 2009 Enkircher Ellergrub Riesling offers even more exuberant, almost explosive generosity of citrus – here grapefruit, lemon, and pineapple – than were found in its generic counterpart; and the interactive dynamic of that fruit with crystalline, saline and stony minerality displays scintillating energy. All the while, suggestions of pit fruits, fruit pits, iodine, peat, and deep nuttiness well-up in mysterious waves, the whole coming together in a finish of vibratory, mouth-watering persistence. I imagine the shade of Georg Immich smiling at this superb accomplishment, which happens to feature the halbtrocken balance and 12% alcohol he generally favored and believed (dare I hope, yet prophetically?) would find widespread future favor. But I’m sure he would be as astonished as I was to learn that 20% of this wine was raised in tank, and the rest in seasoned barriques. Look for at least a dozen years of excitement from bottles of this beauty.

2009 Immich-Batterieberg Enkircher Steffensberg Riesling

A Riesling Dry White Table wine from Steffensberg, Enkrich, Middle Mosel, Mosel Saar Ruwer, Germany Review by David Schildknecht eRobertParker.com
# 192 (Dec 2010)
Rating: 91
Drink: 2010 – 2018

The Immich-Batterieberg 2009 Enkircher Steffensberg Riesling – which finished deep into trocken territory – is also the sole bottling in the current collection to evince a distinct note of oak from its barrique component, yet I was surprised to experience this as complimented the particular pungency and piquancy of smoky crushed stone, mineral salts, herbs and spices that have traditionally characterized Immich wines from this red slate site and that stimulate the salivary glands no end. The fruit component of this substantial (at 12.5% alcohol) yet lithe Riesling is metaphorically cool and winter pear-like, a perfect foil for the mineral as well as piquant aspects (no doubt reinforced by the 10-12 hours of skin contact typical for this collection) that seem to positively shimmer in its protracted finish. I would anticipate at least 6-8 years of high-performance here.

2009 Immich-Batterieberg Riesling C A I

A Riesling Dry White Table wine from Enkrich, Middle Mosel, Mosel Saar Ruwer, Germany Review by David Schildknecht eRobertParker.com
# 192 (Dec 2010)
Rating: 91
Cost: $25

The 2009 Riesling Kabinett C. A. I. (employing the former winery’s initials) is as fine a generic Riesling of its vintage as I have tasted, so given that assessment as well as the fact that this excellent value represents a debut, I take the liberty to go into unusual detail. Typical for the entire range of the new estate is discrete, spontaneous fermentation (i.e. no cross-inoculation) of each component lot and a refusal to be distracted from quality considerations by worrying whether a wine will finish to legal Trockenheit (which this year’s -C.A.I.- didn’t – which, opines Kollmann, is likely to be the norm) nor to employ the terms -trocken,- -halbtrocken,- or -feinherb- on any labels. Why -Kabinett- (although that word is admittedly only on one of this wine’s two labels)? -I have to do something,- explains Kollmann, -to distinguish my introductory level wine even at first glance from the majority of Gutsrieslinge that even from top estates are being sold at a price to which I cannot, with my costs and small volume, afford to descend.- This cuvee incorporates the lower sections of Batterieberg, which were replanted with clonal selections in the 1990s, and even here there is around 10% wood by way of a barrique-aged component. Exuberant lime, tangerine, and pineapple soar from the glass and burst onto the palate with vivid fresh juiciness followed by a cascade of saline, crushed stone and somehow crystalline mineral matter, setting up an animated and animating interplay that turns out to be typical for the entire 2009 Batterieberg collection. Residual CO2 enhances the sense of invigoration, yet a subtle creaminess is evidenced throughout, engendering a textural counterpoint that mirrors the wine’s flavor dynamic. This will reel you in for the next sip before you can finish taking its finish’s measure, and it should be capable of behaving that way for at least the next 4-5 years.

2009 Immich-Batterieberg Riesling Escheburg

A Riesling Medium Dry White Table wine from Enkrich, Middle Mosel, Mosel Saar Ruwer, Germany Review by David Schildknecht eRobertParker.com
# 192 (Dec 2010)
Rating: 89
Drink: 2010 – 2015
Cost: $37

A 2009 Riesling Escheburg – whose name comes from that of the great stone former fortress housing Immich-Batterieberg – represents largely ungrafted vines from steep but to some degree less-favored slopes. This is the only wine in its collection – save for the Batterieberg Auslese – to display significant sweetness, which however nicely supports pineapple, musk melon fresh lime, and ginger on a creamy yet refreshing palate, with distinct wet stone notes offering contrast in the finish. The sort of interactive dynamic that characterizes the other Immich 2009s is missing here, however, at least for now. The pleasure in this instance is of a more soothing sort, and I would plan on enjoying the wine over the next 3-5 years, although time might certainly tell a different story.

Jahrgangspräsentation und Wiedereröffnungsparty »

Jahrgangspraesentation 2009

Am ersten Septemberwochenende fand unsere erste Jahgangspräsentation und unsere Wiedereröffnungsparty statt. Das bunte Programm aus Eröffnungsmenü, Weinpräsentation, Seminaren, Konzert und Gartenparty hat viele Familienmitglieder, Freunde und Kunden ins Weingut nach Enkirch gelockt.

Wir bedanken uns bei Allen, die mit uns geschlemmt, gefeiert, uns geholfen haben, und die mit Ihrem Kommen Ihr Interesse an unserer Arbeit und unseren Weinen gezeigt haben.

Weinpräsentation der 2009er Immich-Batterieberg Rieslinge »

Weinpräsentation der 2009er Immich-Batterieberg Rieslinge

Freitag, 03. September 14:00 bis 19:00 Uhr im Weingut (Vinothek im Hof)

Samstag, 04. September 11:00 bis 19:00 Uhr im Weingut (Vinothek im Hof) mit kleinem Buffet

Grosses Eröffnungsmenü im Jugendstilhotel Bellevue in Traben-Trarbach

Freitag, 03. September, 20:00 Uhr

5 Gang-Menü mit begleitenden reifen und jungen Weinen des Weingutes Immich-Batterieberg und einer Auswahl spannender Weine und Sekte deutscher und französischer Kollegen.

(Insgesamt 12 Weine und ein Sekt)

Oenophile und gastrosophische Seminare und Proben

Samstag, 04. September

12 Uhr – Crustacés de Luxe – eine Ent- und Einführung in die Welt der edlen Krustentiere und Austern mit Mario Turco, der mit seiner Trierer Firma Les Deux die feinsten Häuser im Westen Deutschlands beliefert und der einen unterhaltsamen Einstieg – natürlich mit vielen Kostproben und passenden Weinen – in die Welt der bekannten und unbekannten, gepanzerten Meeresbewohner gibt.

14 Uhr – die Metamorphose der Milch – eine Entdeckungsreise und ein Einführungsseminar in die Welt der edlen Rohmilchkäse Frankreichs und der Eifel mit Thorsten Glöde, Hotel Hohenzollern, Ahrweiler, der sein Haus in den letzten Jahren zu einer der lohnensten Zieladressen für Freunde feinster, reifer Käse gemacht hat – passende Weine gibt es natürlich auch.

16 Uhr – Spur der Steine – eine oenologische Wanderung durch die feinsten Lagen Burgunds und eine Hommage an den Pinot Noir Wolfgang Kern, Wein-Kern, Aachen öffnet seinen Keller und führt mit seiner Auswahl reifer, sehr traditionell gemachter Burgunder durch die Pinot-Welt, mit einem besonderen Blick auf die Lagenunterschiede, dem Punkt an dem sich Burgund und die Mosel besonders nah sind.

Konzert und Wiedereröffnungsparty im Weingut Immich-Batterieberg

Samstag, 04. September, ab 20:00 Uhr

Jetzt ist schön – Konzert mit dem Michy Reincke Akustik Trio. Michy Reincke, begleitet von Stephan Gade und Mirko Michalzik, präsentiert das Programm seiner letzten CD Jetzt ist schön (2009) und die bekannten Stücke seiner ersten Band Felix de Luxe (Taxi nach Paris, Nächte übers Eis…).

Er singt und erzählt von den einfachen und komplizierteren Dingen des Lebens auf seine eigene, lebendige, sentimentale, humorvolle und kluge Art und entwirft ein Bild eines offenen und leidenschaftlichen Weges aus der Dunkelheit durchs Licht, von einer Ewigkeit in die nächste …

Nach dem Konzert wird weitergefeiert mit kleinem Buffet und den neuen Immich-Batterieberg Weinen.

Abgefüllt die Zweite »

Batterieberg proudly presents – den gesamten Jahrgang 2009.

Jetzt ist wirklich alles in der Flasche. Für den Winzer immer ein beruhigendes Gefühl, im Sinne eines Arbeitsabschlusses, aber auch eine beunruhigen Entgültigkeit – ab diesem Zeitpunkt steht alles fest, die Arbeit eines Jahres, eine flüssige Dokumentation aller Entscheidungen und aller äusseren Faktoren.

Mit diesen konnten wir auf jeden Fall sehr zufrieden sein, ein Lichtjahrgang, ausdrucksstark, der bei aller Reife immer erfrischend und hell bleibt – vom Einstieg bis zur großen Auslese.

Die Ergebnisse in der Flasche entwickeln sich auch sehr vielversprechend, hier ein erster, noch früher Versuch der Beschreibung:

Weine des Jahrgangs 2009

2009er C.A.I. Riesling

saftig, mineralisch, mit vibrierender Frische und viel Ausdruck, feinfruchtige, herbe Art, trotz deutlicher Nachhaltigkeit leicht wirkend. Unser „Einstiegsriesling“ – ein Kabinett ausschließlich aus feinsten Schiefersteillagen. Ist schon seit Mai gefüllt, demnach schon etwas entwickelt – wird auch schon knapp!

Ab dem ersten September erhältlich:

2009er Escheburg Riesling

cremig am Gaumen, mit tiefer Frucht, Aprikose, Ananas, differenziert, vielschichtig und lang, spannungsreich, braucht viel Zeit. Eine Selektion bester Parzellen unserer Enkircher Weinberge, alte Reben, extrem niedrige Erträge

Spitzenlagenrieslinge

sind die „weingewordene“ Interpretation, der Ausdruck der besten Parzellen innerhalb unserer Enkircher 1.Klasse-Lagen, ausschließlich wurzelechte Reben, mindestens 60 Jahre alt, maximaler Ertrag von 30 hl/ha, eine Auswahl der besten Fässer. Wir empfehlen diese Weine zu dekantieren.

2009er Steffensberg Riesling

kraftvoll-kompakte Art, fordernde Säure, steinig, tiefe Grapefruit, sehr lang, kompromisslos trocken, zeigt deutlich den metallischen Ausdruck der eisenhaltigsten der Enkircher Lagen

2009er Batterieberg Riesling

mächtig und vielfältig strukturiert präsentiert sich die Monopollage des Gutes, tiefe Mineralität, viel Kraft, Schmelz und edler Ausdruck, große Nachhaltigkeit, braucht viel Zeit und Luft

2009er Ellergrub Riesling

Feinfruchtigkeit und Helligkeit prägen diesen Riesling aus der steilsten Enkircher Lage mit dem feinsten Schieferboden. Hochdifferenzierte Frucht und zarte Eleganz in einem großen Wein

2009er Batterieberg Riesling Auslese

Edle Süße in einer feinen Botrytisselektion auf Beerenausleseniveau, sehr klar und ausdifferenziert, Kraft und Filigranität im Widerstreit, für Jahrzehnte

Riesling trifft Kohle im Rahmen von: A40 – Still-Leben Ruhrschnellweg »

www.weinkaiser.de, Ralf Kaiser, 20.07.2010

Im Rahmen der Ruhr 2010, also des Programms der Metropole Ruhr in ihrer Rolle als Europäische Kulturhauptstadt 2010, fand am Wochenende mit offiziell rund drei Millionen Besuchern eine der größten Tagesveranstaltungen aller Zeiten statt: A40 – Still-Leben Ruhrschnellweg.

Auf der auch Ruhrschnellweg genannten Autobahn A40 zwischen Duisburg und Dortmund (der meistbefahrenen Autobahn Europas) wurde in der Nacht zum Sonntag ein 60 Kilometer langer Tisch aus tausenden Biertichgarnituren aufgebaut, die für diesen Tag an Firmen, Organisationen und Privatleute vergeben/vermietet wurden.

Für das Weinforum Ruhrgebiet hat Uwe Bende drei solcher Tische erstanden und dort unter dem Titel Riesling trifft Kohle eine tolle Verkostung mit 30 zum Teil großartigen Rieslingen aus den letzten 50 Jahren organisiert.

Rund zwanzig Rieslingfreunde, darunter Weinblogger Thomas Günther von weinverkostungen.de, Wein-Historiker Peter Jakob (marcodatini.posterous.com) und Winzer Gernot Kollmann vom Enkircher (Mosel) Weingut Immich-Batterieberg.

Die Weine wurden von Uwe Bende zusammengetragen, unterstützt von Gernot Kollmann, der zwei Flaschen 1964er Riesling naturrein aus der Schatzkammer des von ihm vor kurzem übernommenen Weinguts Immich Batterieberg, sowie einen 2000er Van Volxem Scharzhofberger Riesling Kabinett, den er in seiner damaligen Rolle als Kellermeister von Van Volxem geschaffen hat und einen meiner Lieblingsweine: eine 2007er Winninger Röttgen Riesling Spätlese Alte Reben vom Weingut Reinhard und Beate Knebel, bei dem Gernot Kollmann in den letzten Jahren als Berater tätig war.

Unsere kleine VerkostungslisteTeil 1 – trocken:

  • Peter Jakob Kühn Oestricher Riesling (eine Traube) 2004
  • Heymann-Löwenstein Winninger Uhlen R 2001
  • Peter Jakob Kühn Quarzit Riesling trocken 2007
  • Koehler Ruprecht Kallstadter Saumagen R Riesling Auslese trocken 2001
  • Wittmann Westhofen Morstein weißer Riesling Spätlese trocken 1990
  • Kaßner-Simon Freinsheimer Oschelskopf Riesling Auslese trocken 1990
  • Toni Jost Martinsthaler Rödchen Riesling Kabinett trocken 1990
  • Cave Kientzheim Kayserberg Fürstentum Riesling Grand Cru 1995
  • Laible Durbacher Plauelrain SL Riesling Spätlese trocken 2001
  • Wittmann Westhofen Aulerde Riesling GG 2001
  • George Rüdesheim Berg Rottland Riesling trocken 2003
  • Klaus Peter Keller Riesling trocken von der Fels 2005

Die Weine waren allesamt in erstaunlich gutem Zustand, einzig die 1990er Morstein Spätlese trocken von Wittmann war durch einen undichten Korken etwas zu stark oxidiert, was aber wohl eindeutig ein Flaschenfehler war, denn mehrere Teilnehmer hatten diesen Wein noch vor kurzem in einwandfreiem Zustand verkostet.

Teil 2 – fruchtig:

  • Karl Schäfer Wachenheimer Gerümpel Riesling Spätlese 1958
  • Immich Batterieberg Riesling naturrein 1964
  • Schloss Schönborn Hochheimer Kirchenstück Riesling Spätlese 1971
  • Staatsweingüter Kloster Eberbach Kiedricher Gräfenberg Riesling Spätlese Cabinet Versteigerungswein 1966
  • Bichöfliches Priesertseminar Kanzemer Altenberg Riesling Spätlese 1982
  • Langwerth von Simmern Hattenheimer Nussbrunnen Riesling Spätlese 1989
  • Staatsweingüter Niederhausen-Schlossböckelheim Altenbamberger Rotenberg Riesling Spätlese 1988
  • Knebel Winninger Röttgen Riesling Spätlese Alte Reben 2007
  • Weiser Künstler Trabener Gaispfad Riesling Spätlese 2007
  • Van Volxem Scharzhofberger Riesling Kabinett 2000
  • Bremer Ratskeller Erdener Treppchen Riesling Spätlese feinherb 2008
  • Reichsrat von Buhl Forster Kirchenstück Riesling Spätlese 1999
  • Markus Molitor Zeltinger Sonnenuhr Riesling Spätlese 2001
  • Joh.Jos. Prüm Graacher Himmelreich Riesling Auslese 2002
  • Kathäuserhof Eitelsbacher Kathäuserhofberg Riesling Spätlese 2003

Immich-Batterieberg – ein Traditionsgut meldet sich beeindruckend zurück »

Bericht unter marcodatini.posterous.com von Peter Jakob.

Ein Traditionsweingut, das langsam nur noch ein Schatten seiner selbst wurde, hat neue Besitzer und einen neuen Verantwortlichen. Das Weingut Immich-Batterieberg aus Enkirch an der Mosel steht seit 2009 unter der Leitung von Gernot Kollmann, der u.a. bereits für die Bischöflichen Weingüter Trier arbeitete und Roman Niewodniczanski beim Wiederaufbau des Weinguts Van Volxem unterstützte. Das Weingut, im 19. Jahrhundert von Carl August Immich gegründet, erhielt seinen Beinamen „Batterieberg“, da Immich mit Sprengladungen einen Weinberg mit bester Ausrichtung bezüglich Hangneigung und Sonnenausrichtung schuf.

Es wurden damals nur Rieslingreben angepflanzt, die noch immer in Einzelpfahlerziehung kultiviert werden. Die Rebstöcke sind heute durchschnittlich 60 Jahre alt und in weiten Teilen noch wurzelecht. Beim Ausbau nutzt Gernot Kollmann keine Reinzuchthefen, sondern setzt auf Spontanvergärung.

2009 ist der erste Jahrgang unter der Leitung von Gernot Kollmann. Bisher wurde der 2009er Kabinett gefüllt und es bot sich heute die Möglichkeit, diesen Wein zu verkosten. Zunächst muss man, bevor man sich mit dem Wein an sich näher auseinandersetzt, das Etikett würdigen. Die Einbindung des klassischen Etiketts in einen modernen Rahmen überzeugt und ist eine angenehme Abwechslung im deutschen Etikettenalltag. Ein schöner und gelungener Mittelweg aus Tradition und Moderne.

Zum Wein:

Im Glas präsentiert sich der 2009er Riesling Kabinett Immich-Batterieberg irgendwo zwischen Zitronen- und blassem Goldgelb. In der Nase eine komplexe, ausgeprägte Vielschichtigkeit, schon hier merkt man die Spontanvergärung. Kein Aroma ist vordergründig ausgebaut. Es findet sich weißer Weinbergspfirsich, Limetten- und süße Grapefruitaromen, nasser Stein und pflanzliche Noten, die an frische Gräser erinnern.

Der Riesling Kabinett hat einen vollen Körper und eine frische und hohe Säure, die aber sehr harmonisch eingebunden ist. Sie wirkt besonders dadurch sehr animierend, dass der Wein während der Gärung steckenblieb und mit um die 11 Vol% Alkohol restsüß ist. Diese Restsüße wird sowohl von der Säure als auch von seiner Aromatik fast verschleiert. Zitrus- und Steinobstnoten sind die primären Fruchtaromen. Außerdem findet sich in dem Wein eine ausgeprägte Mineralik und ein leichter Bitterton, der aber nicht unangenehm ist. Dies sorgt für ein bereits jetzt schon sehr harmonisches Geschmacksbild. Doch braucht dieser Wein natürlich noch etwas Zeit, um sich komplett auszubalancieren.

Für einen Kabinett Riesling beeindruckt auch die Fülle des Körpers. Auf jeden Fall ein Wein und ein Weingut die Beachtung verdienen. Die weiteren Rieslinge von Immich-Batterieberg werde ich mit Spannung erwarten – da kann sich eine überraschung an der Mosel anbahnen.

Abgefüllt! »

Immer ein aufregender Moment im Jahreskreis eines Weingutes – die Füllung der ersten Weine. Wird hier doch die gesamte Arbeit eines Jahres dauerhaft dokumentiert und alle Entscheidungen vom Weinberg, über die Kellerarbeit bis zur Cuvéebildung unveränderlich festgehalten.

Abfüllung 1

In diesem Jahr von uns natürlich mit besonderer Spannung – und einigen unruhigen Nächten – erwartet. In einem neuen Betrieb, mit unbekanntem Kellerklima und Weinbergslagen von denen man zwar eine Idee entwickelt, mit denen man aber noch nicht gearbeitet hat und einer eigenen, hohen Erwartungshaltung, ist die Neugierde auf die ersten Weine besonders hoch.

Gefüllt haben wir unseren C.A.I. Riesling (steht für Carl August Immich, und ist eine Homage an den Erschaffer des Batterieberges), der sich schon jetzt kraftvoll, mit einer feinen, reifen und eleganten Säure, recht exotischer Frucht und trockenem Finish präsentiert.

Dazu kam noch der Wein einer kleinen Spätburgunderparzelle – eher Hobby (nur 500 L) – den wir in diesem Jahr als Rosé ausgebaut haben – sehr kraftvoll mit einer interessanten Aromatik von reifen Pflaumen und etwas gerösteten Mandeln.

Abfüllung 2

Der dritte Wein, eine Batterieberg Riesling Auslese, wird erst ab September vermarktet und präsentiert sich im Moment hochkonzentriert (mit Beerenauslesetextur) mit sehr elganter, fordernder Säure und komplexer Frucht- und Kräuteraromatik.

Der C.A.I Riesling und der Spätburgunder Rosé können ab sofort bei uns bezogen werden, beide kosten 9 € (ab 12 Flaschen frei Haus).

Die anderen Einzellagenweine werden erst im August abgefüllt und stehen ab dem 1. September zur Verfügung.

Ein Neuzugang – Enkircher Zeppwingert die Zweite »

Zeppwingert

Wir freuen uns über Zuwachs! Zu unserem Spitzenlagenteam aus Batterieberg, Ellergrub, Zeppwingert und Steffensberg konnten wir noch eine weitere Parzelle Zeppwingertdauerhaft verpflichten. Mit 2/3 ha deckt sie die gesamte Flanke an der rechten Seite des Batteriebergs ab und ist ausschließlich mit wurzelechten Rieslingreben bestockt. Die Weine des Vorbesitzers aus dieser Parzelle lassen auf jeden Fall Großes erhoffen.

Ein weiterer für uns spannender Aspekt ist der verbesserte Zugang zu den darüberliegenden brachgefallenen Terrassen, die wir in den nächsten Jahren Stück für Stück wieder rekultivieren können, um eine komplett arondierte Einheit Batterieberg-Zeppwingert zu schaffen und so unseren Beitrag zur vollständigen Erhaltung des sogenannten „Starkenburger Hangs“ mit seinen vielfältigen, ausdrucksstarken, aber auch extrem steilen Einzelparzellen zu leisten. Wir freuen uns auf die Weine.

Wir wünschen frohe Ostertage!