ROB Spätburgunder Rosé – Rosé abseits des Mainstreams »




Rosé ist längst mehr als nur ein Sommerwein. Mit unserem ROB Spätburgunder Rosé wollten wir einen Wein schaffen, der genau das zeigt: Tiefe statt Beliebigkeit, Struktur statt Süße und Charakter statt lauter Frucht.

Die Trauben stammen zu 100 % vom Spätburgunder (Pinot Noir) aus dem Briedeler Herzchen sowie zu einem kleinen Teil aus dem Enkircher Monteneubel. Die Herkunft prägt den Wein ebenso wie unser behutsamer Ausbau. Vergoren wurde spontan im Edelstahltank, anschließend durfte der Wein sur lie auf der Vollhefe reifen. Diese Zeit auf der Hefe verleiht ihm zusätzliche Komplexität, Spannung und eine bemerkenswerte Textur.

Im Glas zeigt sich der ROB Rosé bewusst anders als viele Rosés. Statt vordergründiger Erdbeer- oder Bonbonaromen steht hier die Struktur im Vordergrund. Der Wein ist komplett trocken, tiefgründig und präzise. Die Frucht bleibt eher im Hintergrund und schafft Raum für feine würzige Nuancen, Mineralik und eine beeindruckende Länge am Gaumen.

ROB Rosé kann beides: anspruchsvoller Essensbegleiter und unkomplizierter Wein für gesellige Stunden. Zu Crevetten, Fisch oder mediterranen Gerichten zeigt er seine elegante Seite, auf Feiern und langen Sommerabenden überzeugt er mit Trinkfreude, Frische und Charakter.

Was uns an diesem Wein besonders gefällt: Er entwickelt sich. Während viele Rosés für den sofortigen Genuss gemacht sind, bringt der ROB Rosé das Potenzial mit, einige Jahre zu reifen und dabei zusätzliche Facetten zu gewinnen. Seine Struktur, die trockene Stilistik und die Reife auf der Hefe geben ihm eine Stabilität, die man bei Rosé nicht selbstverständlich findet.

Der ROB Spätburgunder Rosé ist ein Wein für alle, die Rosé neu entdecken möchten – fernab von kurzlebigen Trends und lauter Primärfrucht. Ein Pinot Noir Rosé mit Tiefe und Herkunft. Anspruchsvoll, ohne kompliziert zu sein. Und gleichzeitig erstaunlich partytauglich.

Ein Rosé, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.

ROB ROSÉ IM SHOP

VOM FASS IN DIE FLASCHE… »

Vom Fass in die Flasche, von der Flasche zu Ihnen:
Wie unser Wein sein letztes Kapitel bekommt



Es gibt Momente in der Weinbereitung, die kaum jemand sieht – und die doch alles verändern. Die Abfüllung und Etikettierung gehören dazu. Während die meisten an Rebschnitt, Lese und Gärung denken, passiert in diesen letzten Schritten etwas Entscheidendes: Unser Wein wird reisefertig.

Eine Abfüllanlage auf Rädern

Wir besitzen keine eigene Abfüllanlage – und das ist eine bewusste Entscheidung. Stattdessen mieten wir eine mobile Abfüllanlage, die direkt zu uns in das Weingut kommt. Warum? Weil eine hochwertige Abfüllanlage eine Investition im sechsstelligen Bereich ist, die nur an wenigen Tagen im Jahr genutzt würde. Die mobilen Spezialisten dagegen füllen das ganze Jahr über ab – ihre Maschinen sind perfekt gewartet, das Team routiniert, die Technik auf dem neuesten Stand. Das Ergebnis: Eine schonendere und präzisere Abfüllung, als wir sie mit einer eigenen Anlage je erreichen könnten.

Der Abfülltag selbst ist ein kleines Ereignis. Die Anlage rollt an, Schläuche werden verbunden, und innerhalb weniger Stunden fließt der Wein, der monatelang in unseren Fässern gereift ist, in sein endgültiges Zuhause. Jede Flasche gefüllt, verkorkt und von Hand in Gitterboxen gelegt. Dann wandert sie in unser Flaschenlager – und dort beginnt das Warten.

Das Flaschenlager: Stille Reife

Nicht jeder Wein verlässt das Weingut sofort. Viele unserer Flaschen ruhen Wochen oder Monate im Lager, bevor sie in den Verkauf gehen. Dieses Warten ist kein Zufall, sondern Teil unserer Philosophie. Ein frisch abgefüllter Wein braucht Zeit, um sich zu sammeln – der sogenannte „Flaschenschock“ nach der Abfüllung kann den Geschmack des Weines vorrübergehend verändern, sodass er verschlossen wirkt. Erst nach einer Ruhephase zeigt sich der Wein wieder so, wie wir ihn aus dem Fass kennen.

Etikettiert wird erst, wenn Sie bestellen

Hier wird es besonders interessant: Unsere Flaschen liegen im Lager ohne Etikett. Erst wenn eine Bestellung eingeht, wird etikettiert – und zwar mit unserer eigenen Etikettiermaschine direkt vor Ort.

Der Grund? Unsere Weine werden in zahlreiche Länder verschickt, und jedes Land hat eigene Anforderungen an die Etikettierung. Andere Sprachen, andere Pflichtangaben, andere Formate. Ein Wein, der nach Norwegen geht, braucht ein anderes Etikett als einer, der in Japan oder in den USA landet. Statt Tausende von Flaschen vorab mit einem Standard-Etikett zu versehen und damit die Flexibilität zu verlieren, etikettieren wir nach Abruf – passgenau für den jeweiligen Markt.

Das klingt nach mehr Aufwand? Ist es auch. Aber es gibt uns die Kontrolle darüber, dass jede Flasche exakt so das Haus verlässt, wie sie soll. Und es vermeidet Verschwendung: Keine Restbestände mit veralteten Etiketten, keine Kompromisse bei der Kennzeichnung.

Handwerk bis zum letzten Schritt

Vom Weinberg bis zum Versandkarton – bei Immich-Batterieberg ist jeder Schritt durchdacht. Die Abfüllung und Etikettierung mögen die unsichtbaren Kapitel sein, aber sie erzählen dieselbe Geschichte wie der Wein selbst: Präzision, Geduld und der Anspruch, nichts dem Zufall zu überlassen.

Neugierig geworden? Erleben Sie den Geschmack unserer Steillagen-Rieslinge – direkt von der Mosel zu Ihnen nach Hause.

Jetzt unseren Online-Shop entdecken und Ihren Lieblingswein bestellen. Jede Flasche wird frisch für Sie etikettiert und versandfertig gemacht.

Sie möchten zuerst probieren? Schreiben Sie uns – wir stellen Ihnen gerne ein individuelles Probierpaket zusammen.

JAMES SUCKLING | our ratings of vintage 2024 »

Stuart Pigott via James Suckling

2024 ZEPPWINGERT Riesling | 98 points

The way this wine effortlessly marries enormous concentration with wonderful lightness and subtlety is breathtaking. The peach and Amalfi lemon flavors seem to flow into one another. Then comes the shining slatey notes of the extremely focused finish. Fermented and matured in one 500-liter oak cask, so very limited production. From organically grown grapes. Drink or hold.

2024 BATTERIEBERG Riesling | 97 points

Just smelling this extraordinary dry Mosel wine is like being beamed back to the 18th century, and with every swirl of the glass there are more mint and Amalfi lemon zest aromas. And that’s only what’s on the surface. This is a deep well of wet-stone minerality. Extremely long, focused finish. From organically grown grapes. Drinkable now, but best from 2027.

2024 ZOLLTURM Riesling | 96 points

At first very flinty, then with aeration a wide spectrum of candied citrus aromas unfurls, with hints of dried tarragon and sage. Very concentrated, with a complex interplay of leesy creaminess and herbal, minerally character on the medium-bodied palate. Very long, intensely salty finish. From organically grown grapes. Drinkable now, but best from 2026.

2024 ELLERGRUB Riesling | 95 points

This needs a moment to open up, but then it shows lovely aromas of orange blossoms. Seriously concentrated and wonderfully silky on the graceful, medium-bodied palate. Then touches of orange pith bitterness and slatey minerality kick in and give this incredible tension in the very long finish. From organically grown grapes. Drinkable now, but best from 2027.

2024 STEFFENSBERG Riesling | 94 points

This youthful wine shows impressive peachy ripeness with touches of flint, dried pears and apples. It needs to fully integrate, and each swirl of the glass aids this process. Then comes a wave of dried sage, flint and yeast in the long, complex finish. From organically grown grapes from ungrafted vines. Drinkable now, but best from 2027.

2024 BRIEDELER HERZCHEN Riesling | 93 points

Very cool, reserved, crisp and racy. On one level this is a typical 2024 Mosel wine, but on another it is radical, with positive austerity on the bone-dry, barely medium-bodied palate. Flinty right through the long, cool finish. From organically grown grapes. Drink or hold.

2024 ESCHEBURG Riesling | 94 points

Fascinating nose of candied oranges, dried apricots, dried flowers and flint. Sleek and compact, with excellent concentration and complexity on the medium-bodied palate. A remarkable expression of this underrated site. The salty minerality comes through in the expressive finish. From organically grown grapes. Drink or hold.

2024 DETONATION Riesling | 92 points

The dried apple and candied orange aromas are married to steely acidity on the barely medium-bodied palate. On the austere side, but with plenty of drive and a touch of orange rind bitterness in the rather bold finish. From over 40-year-old vines. Drink or hold.

2024 CAI Riesling | 91 points

With its aromas of licorice, candied oranges, quince and flint, this is different from almost everything else in this entry-level category. It’s a sleek, light-bodied dry riesling with stacks of dried herb, preserved lemon and slate character. Long, very crisp finish. Drink or hold.

2024 ELBLING | 93 points

The nutty apple aromas of this unique wine are compelling, although it’s light-bodied. Impressive depth on the mid-palate and long, crisp, filigreed finish. Hard to believe this has just under 9% alcohol because of the serious slaty minerality. Long, cool finish. From organically grown grapes. No sulfites added. Unfiltered. Drink now.

VINUM WINEGUIDE 2025 »

Was war passiert? Waren es unsere Geschmackspapillen an den beiden Tagen der Probe oder ist es nur der Jahrgang, der uns eher entgegenkommt? Jedenfalls konnten wir nicht anders, als diesen strukturierten Weinen hohe Punkte zu geben, die da vor uns standen.

Schon der CAI ist zum Vorjahr qualitativ einige Stufen nach oben gestiegen. Ein Wein, der zu 80 Prozent im Edelstahl und zu 20 Prozent im Holz ausgebaut wird, bevor er cuvéetiert wird. Säurefrische und Spannung zeichnen ihn aus.

Schon der Riesling Escheburg 2024 wird von einem hohen Anteil wurzelechter Reben aus 60 Jahre alten Parzellen gewonnen. Der animierende Säuredruck, der dem Wein erhöhte Spannung mitgibt, legt Zeugnis davon ab.

Mit jedem nächsten Wein schraubten sich die Punktzahlen nach oben, bis mit 95 das Ende der Fahnenstange erreicht war. Und diese erklommen sowohl Batterieberg 2024, als auch der Zeppwingert 2024, beide aus Enkirch.

Der Batterieberg, dessen Urbarmachung zwischen 1841 und 1845 vollzogen wurde, hat die Größe von 1,1 Hektar, plan gemessen. Die Trauben des Hangfußes werden für die Produktion dieses Weins nicht verwendet. Seidigen Glanz versprüht dieses aus lediglich 25 Hektoliter pro Hektar hergestellte Edelgewächs.

Der Zeppwingert lässt sich den Schneid nicht abkaufen und zieht gleich mit erhöhter Fruchtkonzentration und dadurch bedingter Festigkeit. Kein Wein, so sagt Gernot Kollmann, Betriebsleiter und Kellermeister, liegt über vier Gramm pro Liter Restsüße. In diesem Jahr Jahr wird die Opulenz auf das Angenehmste im Zaun gehalten und geführt. Es strahlen wieder vier Sterne über dem Enkircher Weingut!

2024 ZEPPWINGERT Riesling | 95 Punkte

2024 BATTERIEBERG Riesling | 95 Punkte

2024 ZOLLTURM Riesling | 94 Punkte

2024 ELLERGRUB Riesling | 93 Punkte

2024 STEFFENSBERG Riesling | 93 Punkte

2024 ESCHEBURG Riesling | 91 Punkte | VINUM TIPP!

2024 CAI Riesling | 89 Punkte

JAHRGANG 2024 »

Der Jahrgang 2024 – Ein Jahr der Klarheit und Geduld




Wenn wir auf den Jahrgang 2024 zurückblicken, dann erinnern wir uns an eine Saison, die uns im Weinberg alles abverlangt hat – und gerade deshalb Weine hervorgebracht hat, die wir mit besonderem Stolz präsentieren.

Das Jahr begann verhalten, mit kühlen Temperaturen und langsamer Entwicklung in den Reben. Vom Spätfrost blieben wir glücklicherweise verschont, doch der hohe Druck durch Peronospora machte das Jahr zu einem der arbeitsintensivsten der letzten Dekade. Viele Stunden Handarbeit, akribische Laubpflege und kompromisslose Selektion in unseren Steillagen prägten den Sommer.

Die Erträge waren gering, doch das, was wir ernten konnten, war außergewöhnlich. Gesunde, aromatisch konzentrierte Trauben mit einer feinen, reifen Säure – die Basis für Weine, die zugleich lebendig, klar und von tiefer Struktur sind.

Die Moste zeigten von Anfang Spannung und Präzision und das Ergebnis sind Weine mit strahlender Frische, reifer, lebendiger Säure und beeindruckender Tiefe – alle Weine sind kompromisslos trocken und tragen die unverwechselbare Handschrift unserer Lagen.

Die Kollektion der Weine des Jahrgangs 2024 zeigt eindrucksvoll, wie viel Energie in einem kühlen, fordernden Jahr stecken kann. Batterieberg, Ellergrub, Zeppwingert und Steffensberg präsentieren sich puristisch, dicht und lang – mit jener salzigen Mineralität, die man nicht beschreiben, sondern nur schmecken kann.

Ein Jahrgang, der uns gefordert und belohnt hat – in seiner Klarheit, Präzision und Ruhe.

Der Jahrgang 2024 im Shop

Was ist der „Cool Climate“ Trend? »

Die Mosel wird als „Mutter“ des Cool Climate Trends bezeichnet, weil sie historisch die erste und bedeutendste Weinregion war, die systematisch das Potenzial kühler Klimazonen für die Weinproduktion demonstrierte.


An der Mosel entstanden bereits im Mittelalter Techniken und Traditionen, die heute als charakteristisch für den Cool Climate Weinbau gelten. Die steilen Schieferhänge mit ihrer südlichen Ausrichtung maximieren die Sonneneinstrahlung, während das kühle Klima für langsame Reifung und ausgeprägte Säurestruktur sorgt – ein Markenzeichen hochwertiger Cool Climate Weine.

Der Riesling, der an der Mosel seine wohl reinste Ausprägung findet, wurde zum Archetyp des Cool Climate Weins: elegant, mineralisch, mit lebendiger Säure und komplexer Aromatik.Diese Stilistik inspirierte Winzer weltweit, ähnliche Bedingungen zu suchen – von der Finger Lakes Region in New York über das Rheingau bis hin zu Tasmanien.


Besonders prägend war die Mosel-Philosophie des „terroir-driven winemaking“: Die Überzeugung, dass kühle Standorte mit mineralischen Böden Weine von besonderer Finesse und Langlebigkeit hervorbringen können. Diese Denkweise revolutionierte den internationalen Weinbau ab den 1980er Jahren, als Qualität zunehmend über Quantität gestellt wurde. Die Mosel bewies, dass große Weine nicht unbedingt aus warmen Regionen stammen müssen – ein Paradigmenwechsel, der den modernen Cool Climate Trend erst möglich machte.

Heute steht die Weinbranche weltweit vor der Herausforderung Jahrhunderte alte Traditionen mit der Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel in Einklang zu bringen. Flexibilität und Innovation werden entscheidend sein – wobei gleichzeitig die kulturelle Identität und die Qualitätsstandards der Weinregionen bewahrt werden müssen.


Der Klimawandel verändert den Weinbau fundamental und hat verschiedenste Auswirkungen auf den Wein:
• verschobene Vegetationsperioden: frühere Blüte, frühere Reife und frühere Ernten (teilweise 2-4 Wochen)
• höhere Zuckergehalte: führt zu höheren Alkoholwerten in Weinen
• sinkende Säuregehalte: beeinflusst die Frische und Lagerfähigkeit
• veränderte Aromaspektren: weniger typische Sortenaromen, mehr reifebedingte Aromen

Insbesondere südlichere Weinbauregionen sind stark betroffen, aber klassische deutsche Weinbaugebiete leiden ebenfalls unter dieser Entwicklung.
Der Begriff „Cool Climate“ im Zusammenhang mit Wein hat seine Ursprünge in den 1960er Jahren, und entstand in der sogenannten „Neuen Welt“ des Weinbaus, also in Ländern wie Australien, Neuseeland, den USA oder Kanada. Damals begannen Winzer, gezielt kühlere Regionen für den Weinbau zu erschließen und die besonderen Eigenschaften dieser Weine hervorzuheben.


In Europa, speziell in klassischen Weinbauländern wie Deutschland oder Frankreich, gab es zwar schon immer Weinbau in kühleren Regionen, doch die gezielte Positionierung und das bewusste Herausstellen des „Cool Climate“-Charakters wurde erst mit dem internationalen Trend aus der Neuen Welt populär.
Seit den 1990er Jahren hat das Thema in der globalen Weinszene deutlich an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt durch den Klimawandel und die damit verbundenen Veränderungen in traditionellen und neuen Weinregionen.

Die Entwicklung des „Cool Climate“ Weinbaus zeigt mehrere interessante Trends:
1. neue Anbaugebiete wie England, Tasmanien, Neuseeland, nördliche Teile von Deutschland, höhere Lagen in Chile und Argentinien entwickeln sich
2. selbst traditionelle Weinbauregionen müssen sich auf wärmere Bedingungen einstellen – sei es durch Höherlagen, nordexponierte Weinberge oder neue Rebsorten
3. Konsumenten schätzen zunehmend die Eleganz, Frische und niedrigeren Alkoholgehalte dieser Weine
4. besonders Sorten wie Riesling, Chardonnay, Pinot Noir und Sauvignon Blanc profitieren von kühleren Klimata und stehen im Zentrum des „Cool Climate“- Ansatzes
5. „Cool Climate“ Winzer sind oft Pioniere bei nachhaltigen und biologischen Anbaumethoden, da sie mit den natürlichen Gegebenheiten arbeiten müssen
6. diese Weine positionieren sich häufig im Premium-Segment, da die Produktionskosten höher sind und die Erträge geringer

Die Mosel ist ein klassisches Beispiel einer „Cool Climate“ Weinregion, und das aus mehreren wichtigen Gründen:
Geografische und klimatische Faktoren
• nördliche Lage: mit einer Lage auf etwa 50° nördlicher Breite befindet sich die Mosel an der nördlichen Grenze des kkomerziellen Weinbaus
• kühles Klima: die durchschnittlichen Temperaturen während der Vegetationsperiode sind deutlich niedriger als in südlicheren Weinregionen – die Jahresdurchschnittstemperatur liegt typischerweise zwischen 9-10°C
• längere Reifezeit: die Trauben benötigen hier eine längere Vegetationsperiode, was zu komplexeren Aromen führt
Terroir-Besonderheiten
• Flusslauf als Klimaregulator: die Mosel selbst wirkt als Temperaturpuffer und reflektiert Sonnenlicht auf die Weinberge
• steile Schieferhänge: diese speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts ab, was das kühlere Klima teilweise kompensiert
• Expositionsvorteil: die meist nach Süden ausgerichteten Steillagen fangen das Maximum an Sonneneinstrahlung ein, was in dieser nördlichen Region entscheidend ist
Weincharakteristik
• hohe natürliche Säure: die Moselweine (vor allem Riesling) zeichnen sich durch eine prägnante, lebendige Säurestruktur aus
• niedrigerer Alkoholgehalt: typischerweise zwischen 7-12%, deutlich niedriger als Weine aus wärmeren Regionen
• filigrane Aromatik: feine Fruchtaromen mit Zitrusnoten, grünem Apfel, oft mineralischen Komponenten und einer charakteristischen Eleganz

Die Mosel gehört zu den „Cool Climate“-Regionen, die durch den Klimawandel besonders akzentuiert wird.

Immich-Batterieberg ist ein „Cool Climate“ Weingut. Unsere Herangehensweise in den Weinbergen und im Keller, im nachhaltigen und ökologischen Anbau und die natürliche Fermentation arbeitet die Faszination der Weine an der Mosel gezielt heraus. Die Säure wird hierbei ideal eingebunden und steht nicht im Vordergrund. Wir fühlen uns immer dem niedrigen Alkohol verpflichtet, deshalb wird grundsätzlich nicht chaptalisiert. Unsere teilweise sehr kargen, steinigen und trockene Steillagen erzeugen leichtere und alkoholärmere Weine als „fette“ Flachlagen. Unsere alten Reben mit alter Genetik haben zusätzlich geringere Mostgewichte als moderne Klonanlagen.


Cool Climate hat an der Mosel und bei Immich-Batterieberg Tradition!

Mosel-Rieslinge – was unterscheidet sie von Riesling aus anderen Weinbaugebieten? »

Rieslinge von der Mosel sind weltweit bekannt für ihre Eleganz, Frische und filigrane Struktur – sie gehören zu den feinsten Weißweinen der Welt, doch was unterscheidet sie von Rieslingen aus anderen Weinbauregionen?


Terroir und Boden

Der Mosel-Riesling wird stark vom einzigartigen Terroir der Region geprägt:
– die Weinberge befinden sich oft an extrem steilen Schieferhängen entlang der Mosel und ihrer Nebenflüsse Saar und Ruwer
– der Boden besteht hauptsächlich aus 400 Millionen Jahre altem Devon-Schiefer, der den Weinen eine ausgeprägte Mineralität verleiht

Klimatische Bedingungen

– das kühlere Klima der Moselregion führt zu einer längeren Reifeperiode der Trauben
– dies begünstigt die Entwicklung komplexer Aromen bei gleichzeitig moderatem Alkoholgehalt

Geschmacksprofil

Mosel-Rieslinge zeichnen sich aus durch:
– ein charakteristisches Säurespiel
– feine Fruchtaromen, insbesondere Apfel- und Pfirsichnoten
– eine ausgeprägte Mineralität, die auf den Schieferboden zurückzuführen ist

Reifepotenzial

– aufgrund ihrer höheren Säure haben Mosel-Rieslinge ein besonders hohes Reifepotenzial
– viele Weine entwickeln sich über Jahre hinweg positiv und bieten auch nach langer Lagerung ein herausragendes Geschmackserlebnis

In der Schatzkammer von Immich-Batterieberg schlummern Weine bis 1921 zurück, die die einzigartige Entwicklungsfähigkeit der Enkircher Weine belegen.

Stilistische Vielfalt

– an der Mosel werden Rieslinge in verschiedenen Süßegraden produziert, von trocken bis edelsüß
– die Region ist international auch sehr bekannt für ihre restsüßen und edelsüßen Weine, die eine Renaissance erlebt haben

Bei Immich-Batterieberg machen wir hingegen nur sporadisch Süßweine – dies geschieht in Abhängigkeit von der Entwicklung des Jahrganges und war bei uns das letzte Mal im Jahr 2018.
Diese Kombination aus einzigartigem Terroir, klimatischen Bedingungen und traditioneller Weinbaukunst macht den Mosel-Riesling zu einem unverwechselbaren und hochgeschätzten Wein, der sich deutlich von Rieslingen aus anderen Anbaugebieten abhebt.

Weinbaukarte der Mosel von 1868

Hat die Mosel in Deutschland ein schlechtes Image? Stimmt das? »

Häufig wird man in Deutschland mit der Behauptung konfrontiert, dass die Moselweinbauregion ein schlechtes Image hat. Tatsächlich genießt die Mosel als Weinbaugebiet insbesondere international einen ausgezeichneten Ruf – insbesondere für ihre Rieslinge.


Die Mosel ist unter Weinkennern weltweit bekannt und wird natürlich eng mit deutschem Riesling assoziiert. Ein beträchtlicher Anteil der Spitzenweine wird international exportiert, vor allem nach England und in die USA, aber auch nach Skandinavien, Schweiz, Niederlanden und in viele andere Länder Europas und der Welt. Dies ist auch bei Immich-Batterieberg der Fall. Unser Exportanteil liegt bei 60%.

Allerdings gab es in der Geschichte des Moselweinbaus auch schwierige Phasen:
– In den 1970er und 1980er Jahren kam es zu Qualitätsproblemen und Überproduktion
– Der Glykol-Skandal von 1985 (an dem die Mosel gar nicht beteiligt war, aber sehr darunter gelitten hat) führte zu einem Umdenken und einer Qualitätsoffensive

Heute steht der Weinbau an der Mosel vor neuen Herausforderungen:
– Klimawandel: nachhaltig wärmere Sommer, mehr Extremwetterlagen (Feuchtigkeit, Trockenheit), mehr Aufwand in den Weinbergen
– Arbeitskräftemangel: Ohne unsere langjährigen Mitarbeiter aus Osteuropa wäre Weinbau nicht mehr möglich. Der Spagat einer menschenwürdigen Bezahlung im Kontext des allgemeinen Kostenanstiegs sind Herausforderungen für alle Winzer und Weingüter im „geiz ist geil“ Land
– Steigende Kosten: Löhne, Logistik, Flaschen, Korken sind maximal preislich gestiegen
– Rückgang des weltweiten Weinkonsums: Während in der Coronazeit „Daydrinking“ durchaus beobachtbar war, zeigt sich jetzt eine große Zurückhaltung, auch beim Weinkonsum – ob diese nur ein Zyklus ist oder eine nachhaltige gesellschaftliche Veränderung ist, ist bisher nicht zu beurteilen

Besonders der Steillagenweinbau, für den die Mosel bekannt ist und für welchen wir uns bei Immich-Batterieberg einsetzen, steht unter Druck. Nur der Fokus auf die höchste Qualität gibt dem Weinbau in diesen anspruchsvollen Lagen eine Zukunft.