Jahrgangspräsentation der Immich-Batterieberg Weine 2013 am 29./30. August 2014 »

Präsentation des Jahrgangs 2013

Jahrgangspräsentation 2013 Immich BatteriebergAm Freitag, den 29. August um 16 Uhr ging es in der Vinothek im Weingut schnell los. Sehr frühzeitig war die Vinothek gefüllt und die ersten Verkostungen und Diskussionen fingen an: Unterschiede der Jahrgänge 2012 und 2013, warum gibt es keinen Steffensberg 2013, wieso ist der Batterieberg 2013 noch nicht abgefüllt und viele weitere Fragen, Gernot war in seinem Element! Für Abwechslung sorgten in diesem Jahr unsere Gastweingüter Agricola Campi di Fonterenza Montalcino, Eric Texier Rhone und Macon, Domaine Aurelien Verdet, Cote de Nuits und Domaine de l´Horizon. Dies insbesondere, da hier vornehmlich Rotweine im Vordergrund standen und spannende Vergleiche zwischen Rebsorten und Anbaugebieten auch dem Gelegenheitstrinker Interessantes vermitteln konnten. Rolands persönliche Highlights: Brunello de Montalcino von Francesca Padovani für EUR 45 und Fixin von Aurelien Verdet für EUR 20. Ihm gefallen von unseren eigenen Weinen in diesem Jahr die Escheburg (EUR 14,50) und die Ellergrub hervorragend (EUR 26). Wir glauben: Er möchte diese Weine alleine trinken?! Volker hat seine Highlights bei Eric Texier gefunden. Den Unterschied im Geschmack zwischen den Kalk- und Granitböden hat Eric deutlicher herausgearbeitet. (EUR 20-25). Große Weine, nicht für alle Tage, haben wir von Aurelien Verdet und Joachim Christ probieren dürfen. Dafür ist unser CAI wieder der Wein für jeden Abend. Man darf ihn auch ohne Grund trinken. Um bei den Proben Ausdauer beweisen zu können, fehlte auch die kulinarische Seite nicht. Die YoangYong Suppenbar aus Trier sorgte mit ihremseinem Team für interessante und intelligente Speisen, die insbesondere mit den Weissweinen ausgezeichnet harmonierten. Und, nur so war es überhaupt möglich, sich halbwegs aufrecht in den Weingutsgarten zu schleppen, um Judith Holofernes mit Songs von Ihrem Soloalbum „Ein leichtes Schwert“ zu lauschen. Punkt 20.30 Uhr ging es nach kurzer Begrüßung los. Der Weingutsgarten war komplett gefüllt und Judith haute 90 Minuten alles raus und wir kriegen seit Freitag die „Pechmarie“ und „Danke, ich hab schon“ nicht mehr aus den Köpfen raus. Hilft vielleicht nur Wein? Kleiner Wermutstropfen für uns und Judith: sie hat eine Weinallergie. Das Wetter hielt und der Abend endete nach noch mehr Wein und viel Asian Cuisine von YoangYong rund und zufrieden, so sind wir glücklich ins Bett gefallen. Am Samstag ging es um 11 Uhr in der Vinothek bereits weiter. Etwas ruhiger und somit auch intensiver, da mehr Zeit zum ausgiebigen Gespräch mit den Winzern möglich war. Schön auch immer zu sehen, wie sich andere Kollegen blicken lassen: Hendrik Möbitz kam schon am Freitag und schlich sich ins das Konzert, tauchte aber erfreulicherweise auch am Samstag kurz auf (unbedingt seinen „Ölberg“ probieren). Konstantin Weiser (Weiser/Künstler), Daniel Vollenweider, Uwe Jostock (Caspari Kappel), Stefan Steinmetz, Olav Schneider und Sven Enderle (Enderle & Moll) sind immer eine Bank und diskutieren gerne auch mit den Gästen. Danke fürs Kommen. Wir freuen uns bereits auf 2015 und versprechen, alles zu tun, um das Wochenende genauso interessant, animierend und ansprechend für Alle zu machen. Es wird, wie immer, das letzte Augustwochenende. Allen, die Flüge als Verkehrsmittel nutzen möchten, empfehlen wir bereits heute für knapp EUR 100 Flüge nach Frankfurt zu buchen. Bis spätestens im August 2015. Herzliche Grüße Volker, Gernot & Roland

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Datum: 29. und 30. August 2014

Ort: Weingut Immich-Batterieberg in Enkirch

5. Jahrgangspräsentation des Jahrgangs 2013

Einladung zurPräsentation des Jahrgangs 2013

Mosel 2.0 »

Clark Parkin via Welt am Sonntag

Im Ausland gefeiert, in Deutschland belächelt. Deutschlands berühmtestes Anbaugebiet hat ein Imageproblem und eine neue Generation von Winzern, die es lösen will.

Julian Haart blickt hinunter in ein riesiges, natürliches Amphitheater. Die Steilhänge aus blauem Schiefer erhitzen sich in der Sonne und sorgen schon jetzt, am späten Vormittag, für einen aufsteigenden Heißluftschwall. Hier baut er die Rieslingtrauben für seinen Schubertslay Kabinett an, den er später auf seiner Terrasse einschenkt. „Wenn ich mit meiner Frau Nadine im Weinberg bin, können wir uns bei der Arbeit unterhalten, das könnte ich mit Saisonkräften nicht“, erklärt der 28-Jährige die Philosophie seines noch jungen Weingutes. Er wählt jede Traube von Hand aus und pult sogar einzelne Beeren heraus, die nicht seinen Ansprüchen genügen. Deshalb möchte er auch nicht bis ins Unendliche wachsen und sieht sich mit seiner Jahresproduktion von aktuell 20.000 Flaschen schon nah am Ziel. Das klingt erst mal nicht nach viel. Doch Haart ist eines der größten jungen Winzertalente Deutschlands.

Er ist der herausragende, aber beileibe nicht der einzige einer neuen Generation von Moselwinzern, die das angestaubte Image dieses traditionsreichen Weinbaugebietes überarbeiten. Und da gab und gibt es viel zu tun.

„Moselriesling? Den haben meine Großeltern getrunken“, wird der Wein mit den charakteristisch-verschnörkelten Etiketten häufig abgetan. Auch auf deutschen Weinkarten ist er eher die Ausnahme. Das hat mehrere Gründe. Im Ausland gilt die Mosel mit ihren restsüßen Spätlesen und Auslesen als das „typischste“ deutsche Weinbaugebiet. Hierzulande aber wird fast nur trockener Wein getrunken. Und deshalb hat die Mosel ein Wahrnehmungsproblem. Umso größer die Überraschung, wenn man auf Weine stößt, die mit einer Frische und Mineralität daherkommen, wie sie in dieser Ausprägung nur an der Mosel entstehen. „Umparken im Kopf“ ist also gefragt. Oder besser gesagt: eine Entdeckungsreise im eigenen Land. Sie führt zu Weingütern, von denen viele noch nie gehört haben, die aber bereits als Menübegleitung im „Noma“ in Kopenhagen serviert oder bei „Chambers Street Wine“ in New York empfohlen werden. Denn die Mosel ist international gerade unglaublich „hip“. Viele Weingüter leben bis zu 90 Prozent vom Export und wenn große Weinländer wie die USA erst wirklich auf den Geschmack kommen, kann man von Glück sagen, wenn hierzulande was übrig bleibt.

Das erleben auch Alexandra Künstler und Konstantin Weiser, die sich 2005 mit nur 1,8 Hektar in der Lage Enkircher Ellergrub in Traben-Trabach als Winzer niedergelassen haben. Sie arbeiten fast ausschließlich mit wurzelechten Reben in Steillagen. Also Reben, bei denen der Wurzelstock und der fruchttragende Teil derselben Pflanze entstammen. Einige davon sind hundert Jahre alt. Ihr knochentrockener Trabener Gaispfad bleibt durch seine mineralisch-salzige Note im Abgang ebenso lang im Gedächtnis wie Daniel Vollenweiders Schimbock Riesling, der noch nach alter Methode in der Korbkelter gewonnen wird und durch eine längere Maischestandzeit mehr Tannine aus den Schalen holt. Beide Weine haben sich meilenweit vom Geschmacksbild der nur fruchtbetonten Mainstream-Rieslinge emanzipiert. Und im Vergleich zeigen sie die Bandbreite und den Interpretationsspielraum der Rieslingtraube. Weiser-Künstler verzichten, wie viele ihrer Kollegen, mittlerweile auch darauf, auf den Etiketten „Spätlese“ oder „Feinherb“ auszuweisen. Diese Prädikate verraten eher etwas über die gesetzlichen Bestimmungsgrenzen als über das Geschmackserlebnis, das der jeweilige Wein bietet. Denn selbst mit einem Restzuckergehalt im halbtrockenen, also „feinherben“ Bereich wirken diese Moselrieslinge selten zu süß, sondern erfrischend, wie Haarts Schubertslay Kabinett, ein trotz 45 Gramm Restzucker herrlich saftiger Aperitifwein, der wie ein klarer Gebirgsbach seitlich die Zunge herunterplätschert.

Auch im Calmont in Bremm an der Mosel, dem mit 65 Grad Steigung steilsten Weinberg Europas, tut sich was. Angelina und Kilian Franzen steckten beide noch im Studium in Geisenheim, als sie nach einem Unfall im Weinberg das Gut von Kilians Vater übernehmen mussten. Mit einem überwiegenden Anteil an Privatkunden sind sie unter den Jungwinzern eine Ausnahme, mit ihrem Riesling Lagencuvée „Der Sommer war sehr groß“ (nach dem Rilke-Gedicht benannt) zeigen sie eindrucksvoll die behutsame Neuausrichtung ihres Weingutes.

Als echten Nerd im positiven Sinn darf man Stefan Steinmetz bezeichnen, der 1999 noch sehr jung das elterliche Weingut Günther Steinmetz in Brauneberg an der Mittelmosel übernommen hat. Wer sonst würde sich die Arbeit machen, auf nur knapp sechs Hektar Rebfläche jedes Jahr bis zu 19 verschiedene Weine zu keltern? Darunter sind so großartige Gewächse wie der Wintricher Geierslay Riesling „Sur Lie“, aber auch ein sehr ordentlicher Gutsriesling aus der Literflasche zu einem lachhaften Preis von 5,50 Euro ab Weingut. Sein Rezept ist die Differenzierung. In seinen Lagen baut Steinmetz je nach Reifegrad oder Rebenalter auf jeder Parzelle unterschiedliche Weine aus – seine Weine sind charaktervolle Individualisten. Bei Steinmetz in der Probierstube kündigt sich auch der nächste Mosel-Hype an: Spätburgunder. Steinmetz‘ Kestener Herrenberg und Paulinsberg Pinot Noirs belegen, dass die rote Traube und der Schieferboden füreinander bestimmt sind.

Dass es nie zu spät ist, Jungwinzer zu werden, beweist die Geschichte von Barbara Rundquist-Müller und ihrem schwedischen Mann Erik. Eigentlich schon im Ruhestandsalter erbte sie 2007 von einer Tante das Weingut Dr.H. Thanisch, Erben Müller-Burggraef, das für seine Spätlesen und Auslesen vor allem aus der Lage Berncasteler Doctor bekannt ist. Rundquist-Müller setzte einen jungen Kellermeister ein, und die Weinprobe im Doktorkeller (mit konstant acht Grad der kälteste Deutschlands) ist mit dem genialen Graacher Himmelreich Spätlese trocken, dessen Safrannote einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Weine inspirieren geradezu, sich um sie herum Menü auszudenken. Wie würde der wohl zu einem klassischen Risotto schmecken?

„Blind einschenken“, sei manchmal die einzige Möglichkeit um Skeptiker zu überzeugen, weiß Gerrit Walter. Der Jungwinzer aus Briedel an der Mosel hat einige Zeit in einem Londoner Weingeschäft gearbeitet, das auf Riesling spezialisiert ist. Die Vorbehalte der Kunden kennt er aus eigener Erfahrung. Umso wichtiger ist für ihn, dass sein Briedeler Riesling zurzeit als Weinbegleitung im Zweisternerestaurant Facil in Berlin serviert wird. Für Moselwinzer wie Walter, der sein Handwerk unter anderem bei Jochen Dreissigacker gelernt hat, sind die Weinkarten der Restaurants besonders wichtige Faktoren für die Außenwahrnehmung. Die Mosel ist weit abgelegen von Autobahntangenten oder Ballungsräumen und kann deshalb nicht von der gleichen Frequenz an Direktkunden wie die Pfalz oder Reinhessen profitieren.

Als Phoenix aus der Asche darf man die Geschichte des Weingutes Immich-Batterieberg bezeichnen, das einen längeren ruhmlosen Abstieg hinter sich hatte. Kellermeister Gernot Kollman, der zuvor federführend das Weingut Van Volxem zum Erfolg geführt hatte, erweckte Immich-Batterieberg wieder zum Leben. Und was für eins. Seine Weine begeistern durchweg durch ihre moderne Stilistik, die exemplarisch für den neuen jungen Moselwein ist. Denn Kollmann macht keine „Mopsweine“, wie man hier manche aufgeblasenen Großen Gewächse der Winzer-Platzhirsche vom VDP nennt. Das sind Weine, die keine Fragen offen lassen. Denn was viele Kritiker übersehen, wenn sie einen Wein nach einem Schluck bewerten, ist die Frage, ob man danach noch Lust auf ein zweites Glas hat. Das Umparken im Kopf funktioniert übrigens am besten bei einer Weinprobe nach dem „Flasche leer“-Prinzip. Man lade ein paar Freunde ein und stelle eine Auswahl von Rieslingen geöffnet auf den Tisch. Der beste Wein ist der, der als erster ausgetrunken ist und von dem alle noch ein zweites Glas haben möchten. Von der Sorte hat die neue junge Mosel einige zu bieten.

Initiative: Moselwinzer wollen „Riesling-Canyon“ voranbringen »

Birgit Reichert via Rhein Zeitung

Bernkastel-Wehlen – Winzer an der Mosel wollen enger zusammenarbeiten, und zwar über Verbandsgrenzen hinweg. So soll auch der Wein besser vermarktet werden. Einzige Voraussetzung: Die Freude an einem guten Tropfen.

An der Mosel bahnt sich eine kleine Revolution an: Nach dem Motto „Winzer aller Vereinigungen, versammelt Euch“ wollen innovative Weinbauern aus verschiedenen „Clubs“ künftig enger zusammenarbeiten. Dem Aufruf für ein ersten Treffen im Weingut des Spitzenwinzers Markus Molitor in Bernkastel-Wehlen waren am Donnerstagabend 50 Weingüter gefolgt: Newcomer ebenso wie Mitglieder im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), Bernkasteler Ring, Klitzekleiner Ring oder in der Vereinigung Moseljünger. „Wir wollen uns über die Grenzen hinweg austauschen und zusammentun“, sagte „Moseljünger“ Thomas Ludwig aus Thörnich.

„Ziel ist, die Mosel als längsten Riesling-Canyon der Welt voranzubringen“, sagte Winzer Andreas Schmitges aus Erden. Dazu brauche es keine neue Vereinsgründung mit Sitzungen und Satzungen, sondern eher eine Plattform, in der innovative Winzer ihre Ideen bündelten. Für ihn sei das A und O, Kunden an die Mosel zu locken. „Wer einmal in einer Steillage war, hat Bilder im Kopf“, sagte das Bernkasteler Ring-Mitglied. Und derjenige könne den Arbeitsaufwand in einem steilen Weinberg anders honorieren als jemand, der noch nie entlang der Reben hochgekraxelt sei.

Mehraufwand schlägt sich im Preis nieder

Ein Top-Betrieb in der Pfalz müsse in der Flachlage 400 Stunden pro Hektar an Arbeitszeit investieren, sagte Winzer Gernot Kollmann vom Weingut Immich-Batterieberg in Enkirch. An der Mosel seien es in den Steillagen dagegen 1200 bis 1600 Stunden pro Hektar. Dieser Mehraufwand schlage sich im Preis nieder – und bedeute, dass ein guter Steillagenriesling auch mal 20 Euro die Flasche koste. „Wir brauchen eine Evolution dahin, dass die Weine wertig verkauft werden“, sagte Kollmann. Ohne kostendeckende Preise würden künftig noch mehr Steillagen an der Mosel aufgegeben.

Eine Art „Wein- und Gourmet“-Fest könne eine Möglichkeit sein, um Kunden mehr von der Region Mosel zu vermitteln, sagte Kollmann. Im Ausland sei man eher bereit, hohe Preise für Rieslingweine zu zahlen, fügte Schmitges hinzu, der bereits jede dritte Flasche exportiert. An der Mosel zählt fast die Hälfte der knapp 9000 Hektar Weinberge zu Steillagen. Daher gilt das bundesweit fünftgrößte Weinbaugebiet als größtes zusammenhängendes Steillagenweinbaugebiet der Welt.

Winzer Ludwig könnte sich an der Mosel eine Art Zusammenschluss à la Vignerons indépendants (Unabhängige Winzer) wie in Frankreich vorstellen. Dabei einigten sich die Winzer auf bestimmte Qualitätskriterien und hätten ein gemeinsames Logo auf der Flasche. Die Moseljünger-Jungwinzer hatten zu dem ersten Treffen aufgerufen. „So eine Zusammenkunft hat es bislang noch nie gegeben“, sagte Molitor.

Schlagkraft der Winzer bündeln

Eine gemeinsame Plattform der Winzer würde die Schlagkraft bündeln, um etwas bewegen zu können, sagte der Geschäftsführer des Vereins Moselwein, Ansgar Schmitz. Zudem könnte besser gezeigt werden, welche Dynamik im Anbaugebiet Mosel herrsche. „Ich wünsche mir, dass das Treffen die Initialzündung gegeben hat.“

Winzer Uli Stein aus Alf veranstaltet seit zehn Jahren Mosel-Wein-Gespräche auf seinem Weingut. „Ich könnte mir vorstellen, sie bis Trier auszudehnen“, sagte er. Ihm liege es am Herzen, Wein und Kultur zu verbinden. So hat er auch regelmäßig seinen Freund Wolfgang Niedecken mit der Kölschrock-Band BAP zu Gast. Auch der als Loriot bekannte Humorist Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow (1923-2011) war ein treuer Stein-Kunde. „Er hat mir für meinen 2009er auch ein Steinlaus-Etikett gezeichnet“, sagte Stein.

An der Mosel – Zu Gast im Weingut Immich-Batterieberg »

Christoph Raffelt via http://www.originalverkorkt.de
Eine Moselschleife hinter Pünderich, an Reil vorbei liegt Enkirch, das Ziel meines heutigen Besuchs. Ich treffe Gernot Kollmann, den Betriebsleiter des Weinguts Immich-Batterieberg. Er hat das Weingut innerhalb weniger Jahre mit einer kleinen, aber erfahrenen Außenmannschaft, vor allem aber mit fast grenzenlosem persönlichem Engagement wieder in die Liga der besten Weingüter der Mosel gebracht. Und dort gehört es mit seinem exzellenten Lagenbestand auch hin.

Gernot Kollmann

Gernot weiß die Lagen zu nutzen, er kennt sich an der Mosel, in der Geologie und im Keller bestens aus. Das wird in diesem Podcast deutlich, der glücklicherweise wieder einmal ganz anders geworden ist, als die drei davor, obwohl wir auch hier wieder vor allem über die Erzeugung von Riesling sprechen. Genauso aber über Quarzit, wurzelechte Reben, Enzyme, den VDP und Moselhistorie.

Weingut Immich-Batterieberg 1

In drei Wochen geht es weiter die Mosel hoch und ich unterhalte mich mit Jan Matthias Klein vom Weingut Staffelter Hof. Doch nun erst einmal zu Gernot Kollmann. Mein Dank gilt sowohl ihm, als auch meinen Freunden Holger Klein und Siegfried Lenz, die diese Podcast-Reihe mit ermöglicht haben.
Weingut Immich Batterieberg 2

2008er Jour Fixe bei Hendrik Thoma »

weinamlimit.de

Blasenexperten unter sich!

Wein am Limit

Liebe WaLinauten, am letzten Wochenende fand zum 3. Mal das Vinocamp auf der Fachhochschule Geisenheim am Rhein statt. Ein etablierter Treffpunkt für die Wein-Online-affine Gemeinde Deutschlands und eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen. Während des Barcamps hat jeder die Möglichkeit, zu bestimmten Themen zu referieren.

In einer Session stellte die Schaumweinnase Boris Maskow verschiedene „Sparklers“ aus der ganzen Welt vor. Ich war besonders angetan von den beiden deutschen Sekten. Deswegen entschloss ich mich -gemeinsam mit der anwesenden deutschen Weinkönigin Julia Bertram und Boris- ein Video zum Thema zu drehen.

Es geht in diesem Video um die Eigenständigkeit des deutschen Sektes. Zu häufig hört man von Verbrauchern, dass sich deutscher Winzersekt mit dem Champagner messen kann. Das halte ich für einen Irrtum bzw. falschen Ansatz. Was man überhaupt vergleichen kann, ist der technische Prozess und natürlich ob die im Glas vorhandene Qualität in derselben Liga spielt. Geschmacklich gibt es große Unterschiede, die vor allem durch die Herkunft und das Klima, aber auch durch die Tradition bestimmt sind.

Der 2008 Zero Extra Brut von Immich Batterieberg ist ein puristischer Rieslingsekt, der wunderbar saftig und frisch ist. Er hat ein fantastisches Zitrusaroma mit Pfirsich- und Kräuternoten. Die karge Trockenheit wird ausgeglichen durch einen ausgewogenen Geschmack. Das ist ein ernstgemeinter seriöser Stoff. In der Landschaft, der eher fruchtig geprägten deutschen Rieslingssekte ein Statement von Winzer Gernot Kollmann. Die pulsierende Säure ist nichts für Magenkranke, aber von unendlicher Rasse geprägt.

Er wurde zu gleichen Teilen aus den Toplagen Winninger Hamm und Oberemmler Altenberg aus wurzelechten Reben gekeltert und spontan vergoren. Der Ausbau erfolgte im Fuderfass und zum anderen im Stahltank. Die Gärung erfolgte im Stahltank (beim Winninger dauerte sie 1,5 Jahre) und 2010 wurde versektet. Es wird nach Bedarf abgerüttelt bzw. degorchiert. Die im Video vorgestellte Cuvée bspw. im Juni 2010. Das ist begrüßenswerterweise auf dem Rückenetikett vermerkt und ist für den Genuss wichtig.

Der 2005er Blanc et Noir von Raumland aus Rheinhessen ist eine sensibel komponierte Cuvée aus Chardonnay, der auf Muschelkalk wächst, und Pinot Noir, mit 2 Gramm Restzucker ausgestattet. Ein Klassiker und sicher mit das beste, was man hierzulande in dieser Kategorie bekommt. Man könnte ihn wegen seines Brioche-toastartigen Geruchs durchaus mit einem Champagner vergleichen, aber er wirkt etwas weniger säurebetont. Volker Raumland steht der Champagne und ihren individuelle Produzenten sehr nahe. Das ist kaum zu übersehen, trotzdem differiert er von seinen französischen Vettern. Qualitativ ist dieser Sekt aber in derselben Liga und wenn man den Preis bedenkt, fährt man nicht schlecht, eher ziemlich gut sogar. Hier bekommt die hohle Phrase „Geiz ist geil“ eine völlig neue Bedeutung. Hier wird am richtigen Ende gespart.

Mehr Spaß im Glas, Euer Hendrik.

E-Mail Adresse: info@batterieberg.com

Pro Wein 2014 »

23.03 – 25.03.2014

Gemeinsam mit den Weingütern Knebel, Maximin Grünhaus und Dr.Siemens, freuen wir uns auf Ihren Besuch.

30./31. August 2013, Präsentation des Jahrgangs 2012 »

Präsentation des Jahrgangs 2012

30./31. August 2013, Stargast: Bosse

Es war ein unvergessliches Wochenende: Bei bestem Wetter trafen sich Freunde unseres Weinguts und guten Weins, Experten von Fachpresse und -handel, befreundete Winzer und Menschen aus der Umgebung, um den gesamten, frisch gefüllten 2012er Jahrgang zu verkosten. Bei Weinproben im Innenhof und in der Vinothek stellte Gernot Kollmann die neue Kollektion unseres Weinguts ausführlich vor. Mit Eva Fricke vom Weingut Eva Fricke, Matthias Adams vom Weingut von Racknitz und Johannes Lochner vom Weingut Köhler-Ruprecht präsentierten außerdem drei Gastwinzer ihre aktuellen Weine. Mehr als 200 Gäste nutzen die Gelegenheit, die besten Tropfen zu probieren und sich ein Bild vom Jahrgang 2012 zu machen. Unumstrittener Höhepunkt am Freitag Abend war das Konzert von Bosse. So nah dran ist man bei einem Konzert selten: Bosse spielte alle seine aktuellen Hits wie „Schönste Zeit“ und „So oder so“ mitten im Weingutsgarten und sorgte für Gänsehautmomente. Bei der anschließenden Party mischte er sich unter die Gäste und begeisterte mit seiner lockeren Art. Dass er anschließend den Bundesvision Song Contest gewann, hat uns alle besonders gefreut – der Abend bei uns war wohl ein gutes Training!

31. August / 01. September 2012, Präsentation des Jahrgangs 2011 »

Präsentation des Jahrgangs 2011

31. August/01. September 2012, Stargast: Johannes Strate (Revolverheld)

Dieses Wochenende war komplett dem Genuss gewidmet: Es begann schon am Freitag Abend mit einem opulenten 5-Gänge-Menü von Sternekoch Hubert Scheid vom Schloss Monaise in Trier. Zu den Gängen wurden selbstverständlich Weine unseres Weinguts sowie Weine vom Weingut Henrik Möbitz gereicht. Diese edlen Tropfen standen auch am nächsten Tag im Mittelpunkt. Ab 10 Uhr begannen die Weinproben, und die Gäste konnten unseren kompletten Jahrgang 2011 sowie ausgewählte Weine des Weinguts Möbitz verkosten. Vom Kräuterseminar über ein Schokoladenseminar bis hin zu „Landwürste – selbst gemacht“ gab es außerdem ein breites Angebot an Veranstaltungen für die Besucher, welches ausgiebig genutzt wurde. Ein Revolverheld hatte am Abend seinen großen Auftritt: Johannes Strate, Sänger der deutschen Band „Revolverheld“, spielte für unsere Gäste in intimer Atmosphäre. Schon sein Soundcheck in der untergehenden Nachmittagssonne gestaltete sich zum Kurzkonzert für einige Nachbarn und Glückliche. Am Abend spielte er die Hits seines Solo-Albums wie „Es tut mir weh, dich so zu sehen“ und „Guten Morgen Anna“. Highlight war für alle sein Song „An Rosalinde“, den er für das Album mit seinem Vater im Wohnzimmer aufgenommen hat und bei uns nur mit seiner Gitarre inmitten der Gäste performte. Da blieb er dann auch gleich, um Weinflaschen zu signieren und mit uns zu feiern – so stellt man sich einen Star zum Anfassen vor!